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London Luton will bessere Anbindung

Der Flughafen London Luton wächst und baut aus. Nun wünscht sich der Airport-Chef eine schnellere Zugverbindung. Die Anreisezeit soll sich halbieren.

London Luton Airport, used under CC BY

Blick in die Zukunft des Luton Airport: Der Flughafen baut aus.

Der Flughafen London Luton hat den geschäftigsten Sommer in seiner 79-jährigen Geschichte verzeichnet: In den Monaten Juni, Juli und August reisten 4,7 Millionen Passagiere von und nach Luton – 7 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode, wie der Airport mitteilte. Seine jährliche Kapazität will der Flughafen bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent steigern, schon seit 2016 laufen Arbeiten für den Ausbau.

Um all dem gerecht zu werden, wünscht sich der Flughafen eine bessere Anbindung mit dem Zug: «Wir wollen einen Express-Service schaffen mit vier schnellen Zügen pro Stunde, die die Reise unserer Passagiere beschleunigt», sagte Airport-Chef Nick Barton. Der Flughafen arbeitet dazu nach eigenen Angaben mit dem Transportministerium und Bahnunternehmen zusammen, besonders mit Blick auf eine bevorstehende Vergabe von Konzessionen.

Fahrerloser Zug statt Shuttlebus

Details zur gewünschten Expressverbindung nannte Barton nicht. Zurzeit brauchen die regelmäßigen Züge des Bahnunternehmens Thames Link für die Fahrt von der Station Blackfriars im Herzen Londons bis zur Station Luton Airport Parkway etwa zwischen 42 und 56 Minuten. Von dort aus müssen die Passagiere in einen Shuttlebus zum Terminal umsteigen, der außerhalb der Rush Hour weitere rund zehn Minuten braucht.

Der Transport zwischen Terminal und Bahnstation am Flughafen wird auf jeden Fall überarbeitet: Die Shuttlebusse sollen einer rund 2,25 Kilometer langen Schienenverbindung weichen, auf der ab Frühjahr 2021 fahrerlose Züge rund um die Uhr verkehren. Ein Budget von 200 Millionen Pfund (rund 228 Millionen Euro) für den Bau wurde bereits bewilligt. Die gesamte Anreise aus dem Zentrum Londons bis zum Terminal soll schließlich in rund einer halben Stunde möglich sein statt bisher in etwa einer Stunde.



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