Swiss-Passagiere: Der neuPrämientarif hat Vor- und Nachteile.

MeilenprofiLohnt sich der neue Flex-Plus-Tarif von Miles and More?

Mit dem Flex-Plus-Tarif bietet Miles and More vorübergehend die Option, Zuschläge auf einem Prämienflug mit Lufthansa, Austrian und Swiss durch einen erhöhten Meilenpreis auszugleichen.

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Die neue Option, die als befristete Promotion bis Ende Februar 2021 aufgelegt ist, kann im gesamten Streckennetz der Lufthansa, Swiss und Austrian, sowie in allen Reiseklassen genutzt werden. Der neue Flex-Plus-Tarif wird automatisch in der Buchungsstrecke auf der Webseite von Miles and More angezeigt und ist durch ein kleines blaues Dreieck gekennzeichnet.

Miles-and-More-Teilnehmer zahlen für Langstrecken-Prämienflüge bisher Zuschläge in Höhe mehrerer Hundert Euro. So werden auf einem Lufthansa-Business-Class-Flug von Frankfurt nach New York und zurück beispielsweise rund 580 Euro Zuschläge erhoben. Etwa 440 Euro dieser Zuschläge entfallen dabei auf Airline-Zuschläge und werden Kunden bei der Buchung des neuen  Flex-Plus-Tarifs erlassen. Auf kurzen Flügen innerhalb Europas fällt die Ersparnis mit teils nur 10 Euro deutlich niedriger aus, da Airline-Zuschläge auf diesen Strecken einen geringeren Anteil an den gesamten Steuern und Gebühren haben.

Wegfall von Zuschlägen durch höhere Meilenpreise ausgeglichen

Natürlich verzichtet Milesand More nicht einfach von heute auf morgen auf Hunderte Euro an Zuschlägen und damit auf wertvolle Einnahmen.  Teilnehmer, die den neuen Tarif buchen, müssen im Gegenzug mehr Meilen für ihren Flug bezahlen. Wie hoch der Aufpreis ausfällt, hängt von der Reiseklasse, sowie Start- und Zielregion, eines Fluges ab. So erfordert der Flex-Plus-Tarif für Economy Prämienflüge innerhalb Europas einen Aufpreis von 2000 Meilen. Prämienflüge in der First Class von Europa nach Asien sind um bis zu 58.000 Meilen teurer als im regulären Tarif. Der Business-Class-Flug von Frankfurt nach New York aus dem obigen Beispiel wiederum würde einen Aufpreis von 33.000 Meilen erfordern. 440 Euro Ersparnis stehen also einem Aufpreis von 33.000 Meilen gegenüber.

Vergleicht man die Ersparnis in Euro mit dem Aufpreis in Form von Meilen, stellt sich heraus, dass die Option längst nicht auf allen Strecken gleich attraktiv ist. Gegenwerte von rund 0,5 bis 2 Cent pro Meile sind möglich. Miles-and-More-Teilnehmer, die die Option nutzen, sollten daher vor der Buchung nachrechnen, ob sich der Flex Plus Tarif für sie lohnt.

Buchung von Partnerairlines ohne Zuschläge bessere Wahl

Zwar dürfte die Option Airline-Zuschläge auf Lufthansa, Swiss und Austrian Prämienflügen durch einen höheren Meilenpreis ausgleichen zu können, von vielen Miles & More Teilnehmern begrüßt werden, doch sollte dabei nicht vergessen werden, dass Miles and More über zahlreiche Partnerairlines verfügt, die von vornherein keine oder nur sehr niedrige Airline-Zuschläge erheben.

Niedrige Zuzahlungen sind daher auch ohne einen erhöhten Meilenpreis realisierbar. Zu den Miles and More Partnerairlines mit niedrigen oder nicht vorhandenen Airline-Zuschlägen gehören beispielsweise Air New Zealand, Singapore Airlines, All Nippon Airways, Avianca, Copa, SAS Scandinavian Airlines und Thai Airways.

Mark Wolter ist freier Kolumnist von aeroTELEGRAPH. Er ist Gründer des Vielflieger- und Meilenportals meilenoptimieren.com. Seit er vor einigen Jahren entdeckte, dass dank Meilen auch Normalsterblichen der Weg in die First Class offen steht, analysiert er Vielfliegerprogramme und teilt die besten Tipps, Tricks und Strategien auf seiner Webseite. Die Meinung der freien Kolumnisten muss nicht mit der der Redaktion übereinstimmen.

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