Das Kampfjet-Triebwerk F119 von Pratt & Whitney: Überschall-Erfahrung.

Überschall-GesprächeLöst Pratt and Whitney das Triebwerksproblem von Boom?

Etliche große Triebwerksbauer zeigen keine Interesse am Bau ziviler Überschallantriebe. Hersteller Pratt and Whitney spricht nun aber mit Boom Supersonic über deren Jet Overture.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Rolls-Royce stieg aus dem Projekt aus. Man habe entschieden, «dass der Markt für Überschalltriebwerke in der kommerziellen Luftfahrt derzeit keine Priorität für uns hat», so der Triebwerksbauer zum Ende seiner Kooperation mit Boom Supersonic nach zwei Jahren.

Auch andere Hersteller machen Boom keine Hoffnung, deren geplanten Überschallflieger Overture zu motorisieren. «Gibt es einen Markt für Überschallflugzeuge? Vielleicht», sagte zuletzt CFM-International-Chef Gael Meheust. «Aber ich sehe nicht, dass dieser Markt bedeutend genug ist, um Investitionen in ein Überschalltriebwerk umzuleiten.»

Pratt & Whitney lässt Tür offen

Der Triebwerkshersteller, der nicht so klar abwinkte wie die anderen war Pratt & Whitney. Zwar erklärte das Unternehmen, sein Fokus liege auf herkömmlichen Triebwerken. Doch er lehnte stets ab, sich konkret zu Boom Supersonic und Overture zu äußern. Bis jetzt.

Nun sagte Rick Deurloo, Chef von Pratt & Whitneys Sparte für zivile Triebwerke, laut dem Magazin Forbes zwar: «Wir konzentrieren uns zu 100 Prozent auf die bestehenden Programme.» Doch er ließ auch eine Tür offen für Boom und Überschalltriebwerke.

«Wir führen Gespräche»

Es sei «ein sehr interessantes Geschäftsmodell» und es gebe gutes Interesse von Fluggesellschaften, so Deurloo. «Wir führen Gespräche», sagte der Pratt & Whitney-Manager. «Mir ist nicht bekannt, dass jemand gesagt hätte, wir seien nicht interessiert.»

Ein Boom-Sprecher erklärte, man äußere sich nicht zu laufenden Gesprächen. Aber: «Wir sind auf dem besten Weg für unsere Triebwerksankündigung noch vor Ende des Jahres.»

Erfahrungen bei Kampfjets

Erfahrung mit Überschalltriebwerken hat Pratt & Whitney bereits im militärischen Bereich. So ermöglicht es etwa das Triebwerk F119-PW-100 dem Kampfjet Lockheed Martin F-22 Raptor, schneller als der Schall zu fliegen.

Fluggesellschaften, die Overture einsetzen wollen sind unter anderem Japan Airlines (20 Exemplare) und Virgin Galactic (10). Auch American Airlines hat 20 der Überschalljets bestellt und sich zusätzlich 40 Optionen gesichert. United Airlines entschied sich für 15 Bestellungen und 35 Optionen. Delta Air Lines ist dagegen skeptisch.

Mehr zum Thema

Concorde im Museum of Flight in Seattle: Fehlt den Erben der Antrieb?

Das Triebwerksproblem von Boom und Co.

Der neue Entwurf für Overture: Der Überschallflieger ...

Überschallflieger Boom Overture wird zum Vierstrahler

Overture-Entwurf von Boom Supersonic und Delta-Chef Ed Bastian: Viele offene Fragen.

Delta schaut skeptisch auf Überschall-Pläne der Konkurrenz

Die Visualisierung des russischen Überschalljets über Shanghai: Internationale Kooperation.

Russland entwickelt Überschalljet mit Hilfe aus China

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies