Flughafen Beirut aus der Luft: Die Lage ist angespannt.

Risikodestination Libanon

Nach der Entführung zweier Piloten von Turkish macht sich die Tourismus-Industrie des Landes Sorgen. Auch Lufthansa und Co. beobachten die Situation.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die Situation ist angespannt. Nachdem Rebellen am Freitag zwei Piloten von Turkish Airlines entführten, riet die Türkei ihren Bürgern, das Land möglichst zu verlassen. Denn die Entführung war gezielt auf die Landsmänner gerichtet. Grund ist der Syrien-Konflikt, in dem die Türkei gute Kontakte zu syrischen Rebellen pflegt. Die Gruppe Zuwwar al-Imam Rida, die auf der Seite von Präsident Bashar Al Assad steht, erklärte, die Geiseln würden wieder freigelassen, wenn die Rebellen im Gegenzug neun schiitische Libanesen freigäben, die 2012 verschleppt wurden.

Die Außenministerien in der Türkei und im Libanon beschäftigen sich mit dem Fall. Doch auch bei Turkish Airlines hat man gehandelt. Zum einen berichtet die Zeitung The Daily Star, dass die Airlines sich aus den Büros im Stadtzentrum von Beirut zurückgezogen habe und nun vom Flughafen aus operiere. «Wir versichern, dass Turkish Airlines alle nötigen Maßnahmen getroffen hat, um Sicherheit von Passagieren und Crew zu garantieren», sagt Ali Genc, Sprecher der Fluggesellschaft gegenüber aeroTELEGRAPH. Doch Details werde man eben aus Sicherheitsgründen nicht verraten.

Keine Layover-Flüge

Auch die Lufthansa fliegt noch nach Beirut. «Die Flüge finden auch weiter planmäßig statt», so eine Sprecherin. Dennoch stehe man in Kontakt mit den Behörden. Die Lufthansa-Flüge sind zudem keine «Layover»-Flüge. Das heißt, die Crew übernachtet nicht in der Stadt sondern fliegt wieder zurück. Die Maschine der Lufthansa landet mitten in der Nacht gegen 2 Uhr und fliegt etwas mehr als eine Stunde später wieder zurück. So hält es auch Edelweiss Air aus der Schweiz. Die Ferien-Airline fliegt die Strecke im Auftrag der Swiss. «Unsere Besatzung hat keine Nightstops in Beirut. Die Situation wird von unseren Spezialisten laufend überwacht», so Edelweiss-Geschäftsführer und Pilot Karl Kistler.

In der Tourismus-Industrie sehen die meisten schon schwarz. Das könne der letzte Nagel im Sarg der Branche sein, so Tourismusminister Fadi Abboud nach dem Vorfall. Die Landesgrenzen seien so gut wie zu und die Flugtickets würden immer teurer. Außerdem sinkt die Zahl der Besucher aus den Golf-Ländern stetig, weil diese Reisewarnungen für das Land ausgestellt haben. Im ersten Halbjahr 2013 fiel die Zahl der Touristen gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent. Nur im Juli waren es ganze 27 Prozent. Und schon 2012 sah es nicht so gut aus. 1,5 Millionen Touristen reisten in das Land – 500'000 weniger als noch vor dem Ausbruch der Konflikte.

Mehr zum Thema

ticker-turkish-airlines

Turkish Cargo startet Frachtflüge nach Moskau-Sheremetyevo

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines vereinbart Kauf von mehr als 300 Leap-Triebwerken von CFM International

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines und Ajet setzen Nachtflüge nach Ercan aus

ticker-turkish-airlines

Turkish Airlines: Bei Miles & Smiles sammelt man jetzt auch Meilen in Metzingen

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 der argentinischen Charterfirma Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Dieselbe Firma flog einst auch Javier Milei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack