Der Flughafengebäude von Huesca: DIe Hallen bleiben leer.

20 Mitarbeiter für 15 Passagiere

Die Wirtschaftskrise in Spanien entblößt den Wahnsinn des Flughafenbaus in Boomzeiten. Das neuste Beispiel: Huesca.

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Die Meldungen tröpfeln langsam aus allen Landesteilen herein. Und immer mehr werden sie zum Politikum. So etwa in Huesca. Der Flughafen in den spanischen Pyrenäen wurde für 40 Millionen Euro in die abgelegene Gegend gebaut, um den Tourismus zu fördern. Gleichzeitig hätte er die Entwicklung der Region vorantreiben sollen. Vor vier Jahren war Eröffnung, heute ist der Aeropuerto de Huesca-Pirineos eine Planungsleiche. Im Juli benutzen ihn gerade Mal 15 Passagiere. Im ganzen Jahr 2010 waren es 2764 Reisende gewesen.

Nun wächst die Kritik an der Flughafenbetreiberin Aena. Warum sie einen solchen Airport eigentlich überhaupt noch offenhalte, fragt etwa die Zeitung La Vanguardia. In Huesca arbeiteten 20 Festangestellte, hinzu kämen das Reinigungs- und Sicherheitspersonal, das nicht vom Flughafen selbst angestellt ist, kritisiert das Blatt. Und das, obwohl der Flughafen längst zum Geisterairport verkommen sei. «Es gibt schlicht keine Arbeit mehr für so viel Personal», so La Vanguardia.

Einige Flüge im Winter

Am Anfang flogen Air Nostrum, Thomson Airways oder auch Monach Airlines nach Huesca. Am Ende stand der Airport nur noch bei Pyrenair im Programm. Doch auch die Airline strich den Ort im April aus dem Flugplan. Pyrenair erklärt zwar, im Winter werde man wieder zurückkehren. Denn dann sei die Destination für Skifahrer interessant. Dennoch ebbt die Kritik an Aena nicht ab, den Flughafen das ganze Jahr durch offen zu halten. Zudem sei der Flughafen nicht nur eine Fehlplanung, sondern auch eine Fehlkonstruktion, da er dem lokalen Segelflugverkehr in die Quere komme.

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