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Aufbruchstimmung in Mosambik

Die nationalen Airline LAM kauft neue Flieger bei Embraer und startet Flüge nach China und Brasilien.

Embraer

Embraer 190 von LAM Linhas Aéreas de Moçambique: Neue Destinationen.

In einem halben Jahr soll es losgehen. Im Herbst werde man Flüge nach Brasilien und China in den Flugplan aufnehmen, erklärte Marlene Manave kürzlich vor der Presse. Gleichzeitig kündigte die Vorstandsvorsitzende der LAM – Linhas Aéreas de Moçambique neue Ziele im Inland an, sowie neue Flüge nach Angola, Kenia und Südafrika. Für die Mittelstrecken kauft die Airline zwei fabrikneue Flieger. Sie setzt dabei wiederum auf Maschinen der brasilianischen Herstellerin Embraer und übernimmt weitere Maschinen des Typs 190. Die erste soll im Oktober in Mosambik eintreffen und wird geleast, die zweite Ende 2013. Zudem werde eine in die Jahre gekommene Boeing B737-200 durch eine Boeing B737-500 ersetzt, die ebenfalls zugemietet wird.

Die neuen interkontinentalen Routen soll die neue Tochter LAM Internacional übernehmen. Sie werde in nächster Zeit nun endlich gegründet, sagte Manave gemäß dem Nachrichtenportal Africa 21 weiter. Mit der neuen Fluggesellschaft will LAM endlich von der Schwarzen Liste der Europäischen Union wegkommen – dank einer rundum erneuerten Flotte. Welche Flugzeuge da eingesetzt werden sollen, ist noch offen.

Geld aus China

Das Embargo der Europäer setzte den Mosambikanern arg zu. Letzten November haben sie deshalb gar ihre Paradestrecke nach Lissabon aufgegeben, welche LAM zuvor nur dank einer Zusammenarbeit mit der portugiesischen Euroatlantic Airways aufrecht erhalten konnte. Doch der Vertrag (Wet Lease) kostete LAM mehr Geld als man einnahm.

Bei der Gründung von LAM Internacional kann die Airline auf Unterstützung aus Brasilien zählen. Die Staatsbank Banco Nacional de Desenvolvimento Económico e Social do Brasil gibt den Afrikanern dafür 300 Millionen Dollar Kredit. Und auch China will offenbar die Schaffung der Fluggesellschaft unterstützen. Nach einer tiefen Krise zuvor ging es mit LAM letztes Jahr endlich wieder aufwärts. Die Passagierzahl stieg um 5 Prozent, der Umsatz gar um 15 Prozent. Dank der Flüge nach Brasilien und China rechnet man gar mit einer Verdoppelung der Zahl der Reisenden. Denn aus den beiden Ländern kämen sehr viele Touristen und Geschäftsreisende, die sich nach Investitionsmöglichkeiten umsähen, so Manave gemäß Africa 21.



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