Flieger von Kuwait Airways: Israelis unerwünscht.

Kuwait AirwaysVerweigerter Flug beschäftigt Berlin

Kuwait Airways verweigerte einem in Berlin lebenden Israeli die Beförderung. Nun beschäftigt sich neben der Justiz auch der deutsche Verkehrsminister mit dem Fall.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs

Mit einer Fluggesellschaft aus dem Nahen Osten und Umsteigeverbindung nach Thailand fliegen – was so viele Deutsche bereits tun, wurde einem in Berlin lebenden Mann nicht erlaubt. Er hatte über ein Online-Reisebüro im Juni 2016 einen Flug mit Kuwait Airways via Kuwait nach Bangkok gebucht. Doch die Fluglinie stornierte sein Ticket. Der Grund: Er hat einen israelischen Pass.

Inzwischen ist der Reisende vor Gericht gezogen und klagt wegen Diskriminierung. Der Anwalt des Passagiers argumentiert gegenüber der Zeitung Frankfurter Rundschau, das Verhalten verstoße gegen das Luftverkehrsgesetz. Das verpflichtet Airlines, grundsätzlich jeden zahlenden Passagier mitzunehmen. Zudem verletze Kuwait Airways auch das Gleichbehandlungsgesetz, das Diskriminierung wegen der Staatsangehörigkeit verbiete.

Verkehrsminister prüft den Fall

Eigentlich hätte das Gericht in Frankfurt bereits über den Fall entscheiden sollen. Doch weil ein kuwaitischer Gesetzestext, in dem stehen soll, dass die Nationalairline keine Israelis befördern darf, dem Gericht nicht auf Deutsch vorliegt, wird die Verhandlung erst im November fortgesetzt.

Inzwischen hat das Ganze aber auch eine politische Dimension. Zunächst hatte sich der Grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck geäußert und gar ein Ende von Kuwait Airways in Deutschland ins Spiel gebracht. Es gebe nur zwei Optionen, so der Politiker zur Frankfurter Rundschau. «Ende der Diskriminierung oder Ende der Geschäfte in Deutschland.»

Termin vereinbaren

Jetzt hat Verkehrsminister Alexander Dobrindt angekündigt, den Fall zu überprüfen. Auch der Minister verweist dabei auf die Pflicht der Fluggesellschaften, zahlende Passagiere zu befördern. Der klagende Passagier will in erster Linie nicht Schadensersatz von der Airline. Er will, dass die Fluglinie ihn nach Bangkok fliegt – auch wenn der eigentliche Flugtermin schon mehr als ein Jahr zurück liegt. Der Anwalt fordert, dass Kuwait Airways einen Flugtermin mit seinem Mandanten vereinbart.

Kuwait Airways hatte schon 2016 Schlagzeilen wegen Diskriminierung gemacht. Die Airline hatte damals die zweite Route nach New York einfach aus dem Flugplan gestrichen. Der Flug ging jeweils über London. Ein jüdischer Passagier hatte gegen Kuwait Airways geklagt, weil er auf dem Flug von London nach New York wie alle Juden abgelehnt worden sei. Ein US-Gericht gab ihm Recht. Doch statt die Praxis zu ändern, ließ die Fluggesellschaft einfach die Strecke fallen.

Mehr zum Thema

Crew von Jazeera Airways: Fliegt nun ab Saudi-Arabien.

Jazeera Airways kann nicht mehr ab Kuwait starten - und verlegt ihre Basis daher ins Nachbarland

ticker krieg

Iran-Krieg: Titel: Drohnenangriff trifft Treibstofftanks am Flughafen Kuwait

ticker krieg

Iran-Krieg: Mehrere Verletzte bei Drohnenangriff auf Flughafen Kuwait

Natalia Zaragoza, Gründerin und CEO Friends Touristik Marketing GmbH & CoKG

«Acht Stunden Passivrauchen im Cockpit von PIA»

Video

united airlines boeing 787 9 elevated relax row
Mehr Platz zum Liegen in der Economy: United Airlines führt ab 2027 Sitzreihen ein, die sich in eine Schlafcouch verwandeln lassen. Die amerikanische Fluggesellschaft folgt damit einem Konzept, das andere Airlines bereits vorgemacht haben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack