Flughafen Kraljevo: Nichts los.

Air Serbia mit Kurzzeit-VerbindungKraljevos letzte Hoffnung heißt Wien

Trotz Millioneninvestitionen bleibt Morava Airport bei Kraljevo eine Investitionsruine. Jetzt will Serbiens Regierung dem Flughafen Leben einhauchen. Dabei muss Air Serbia mit einer Wien-Verbindung helfen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Er steht im Schatten der beiden Großen. Neben dem Nikola Tesla Airport in der Hauptstadt Belgrad und dem Constantine the Great Airport in der drittgrößten Stadt Niš besitzt Serbien einen dritten internationalen Flughafen. Doch bisher blieb der Morava Airport bei Kraljevo eine Investitionsruine.

Bereits bis zur Eröffnung des Flughafens in Zentralserbien war es ein weiter Weg. Fragen um die gemeinsame Nutzung für militärische und zivile Zwecke führten zu einer mehrjährigen Verzögerung. Die Regierung investierte dennoch mehr 22 Millionen Euro, um den ehemaligen Militärflugplatz auszubauen. Die Piste wurde ausgebaut, ein Terminal errichtet und der im Jugoslawienkrieg von Nato-Truppen zerstörte Kontrollturm wieder aufgebaut.

Eine erste Landung, dann eine lange Pause

2011 landete erstmals ein ziviles Flugzeug am Morava Airport - aber nur eines mit offiziellen Gästen an Bord. Danach blieb es ruhig. Acht Jahre später übernahm die staatliche Airports of Serbia den Betrieb des Flughafens und er bekam den Iata-Code KVO und Icao-Code LYKV.

Noch immer aber wartet die 2.500 Meter lange und 40 Meter breite Piste auf einen regulären Linienflugbetrieb. Wizz Air hatte zwar bereits ihr Interesse bekundet, eine Basis am Morava Airport bei Kraljevo aufzubauen. Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie verhinderte jedoch das.

Staatlich geförderte Verbindung - für kurze Zeit

Andere Fluglinien zeigten bislang nur wenig Begeisterung, in das serbische Hinterland zu fliegen. Die Region mit den Städten Kraljevo (69.000 Einwohnerinnen und Einwohner), Čačak (73.000) und Kragujevac (150.000) gilt als finanzschwach. Das änderte sich im Dezember 2019 kurz, als Nationalairline Air Serbia eine staatlich geförderte Verbindung nach Wien startete. Sie stellte sie allerdings bald darauf wieder ein.

Im Sommer 2021 betrieb Air Serbia immerhin noch eine saisonale Verbindung nach Thessaloniki – für nur fünf Wochen. Jetzt versucht die Airline es aber nochmals mit der bislang einzigen Linienverbindung ab dem Morava Airport, der nach dem serbischen Fluss benannt ist, der durch die Region mäandriert. Ab 12. Oktober nimmt sie die Flüge nach Wien wieder auf.

Auch nur ein weiterer Versuch

Ein dauerhaftes Angebot sind jedoch auch sie nicht. Dies Strecke wird nur bis zum 30. Dezember zwei Mal wöchentlich mit einer ATR 72 bedient. Danach wird es wieder still am Morava Airport.

Mehr zum Thema

Nase des Superjets: Laues Interesse bei Air Serbia.

Russland versucht wieder, Superjets bei Air Serbia unterzubringen

Der erste Airbus A330-200 (YU-ARB) trägt eine Nikola-Tesla-Lackierung.

Air Serbia plant Flüge in den Fernen Osten

Die VP-BLY bekam in Shannon eine Speziallackierung.

Air Serbia malt Tesla auf Airbus A330

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack