König Charles bei seiner Rede: Nicht alle hatten Freude.

ParlamentseröffnungKönig Charles bringt Airlines mit Maßnahmen gegen Zusatzgebühren auf die Palme

König Charles hat in der King's Speech die Gesetzesvorhaben der britischen Tory-Regierung verlesen. Eine Aussage darin sorgte bei Airlines für erhitzte Gemüter.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die King's Speech ist eine dieser Traditionen, die außerhalb von Großbritannien erst einmal erklärt werden müssen. Stattgefunden hat sie diese Woche. König Charles las dabei in seiner Funktion als Staatsoberhaupt in voller royaler Montur in etwa zehn Minuten rund 20 Gesetzes-Vorhaben der Regierung für die neue Sitzungsperiode vor.

Die Stimme muss dabei möglichst emotionslos klingen, denn König Charles darf keine Meinung zu diesen Plänen kundtun. Emotionen gab es nach seiner ersten King's Speech aber nun von anderer Seite. Denn eines der Gesetzes-Vorhaben brachte die Airlines des Landes auf die Palme.

Keine Zusatzgebühren für Gepäck mehr?

«Wir werden neue Schutzmaßnahmen einführen, um zu verhindern, dass Verbraucher abgezockt werden», las König Charles vor. Und eine dieser Maßnahmen betrifft das sogenannte Drip Pricing. Der Begriff beschreibt die Praxis, nur einen Teil eines Produktpreises im Voraus bekanntzugeben und dann den Preis durch Zusatzgebühren für Extras zu erhöhen.

Ein Bespiel dafür sind Airline-Tickets. Denn wer in letzter Zeit geflogen ist, weiß: Im günstigsten Tarif ist inzwischen teilweise nicht einmal mehr zwingend ein Platz im Gepäckfach inbegriffen. Auch Extras wie Sitzplatzreservierung, Aufgabegepäck oder Fast Track bei der Sicherheitskontrolle können kosten. Das gefällt der Regierung nicht. Die Zusatzgebühren sollen laut dem Gesetzesentwurf im Ticketpreis enthalten sein.

80 Pfund zusätzlich pro Ticket?

Der könnte dann allerdings höher ausfallen als bisher. Auf den mittleren Flugpreis würden laut einer für die Regierung durchgeführten Analyse rund 80 Pfund zusätzlich aufgeschlagen - das würde sich zusammensetzen aus Kosten für das Hinzufügen von Gepäck und Sitzplatzbuchungen.

Dem Luftfahrtverband Airlines UK gefällt das natürlich nicht. «Die Entbündelung von Produkten und das Angebot einer größeren Auswahl, die von den Verbrauchern gefordert wird, ist ein wichtiges Mittel, mit dem die Fluggesellschaften Wettbewerb betreiben, und hat bekanntlich dazu geführt, dass Flugreisen für alle zugänglich wurden», heißt es vom Verband.

Verbraucherschützer wollen mehr

«Jegliche Versuche, dies rückgängig zu machen, liegen eindeutig nicht im Interesse der britischen Verbraucher, und wir werden auf die Vorschläge der Regierung reagieren, sobald uns mehr Details vorliegen», so Airlines UK. Auf der anderen Seite stehen die Verbraucherschützer. Und denen geht das Vorhaben sogar nicht weit genug.

«Während es ermutigend ist, zu sehen, dass die Regierung Gesetze zur Bekämpfung unlauterer Preispraktiken aufstellt, ist es enttäuschend, dass es der Premierminister versäumt hat, routinemäßige Gesetzesverstöße von Fluggesellschaften zu bekämpfen, bei denen sich die Passagiere oft verlassen fühlen», heißt es in einer Erklärung der Organisation Which. Sie verlangt, dass die Regierung vor allem auch die Themen von Rückerstattung und Entschädigung angeht.

Mehr zum Thema

Viele Möglichkeiten: Allegris von Lufthansa bietet 14 Optionen.

Die 14 Sitzoptionen in Lufthansas neuer Langstreckenkabine

Paar in der Economy von Emirates: Warten oder früh reservieren?

Auch bei Emirates kostet nun die Platzreservierung

Kabine eines Airbus A321 Neo von Lufthansa: Wem ein Mittelsitz zugeteilt wird und wechseln will, muss zahlen.

Lufthansa teilt Fluggästen Plätze zu - wer wechseln will, muss zahlen

ticker-easyjet

Salerno: Easyjet streicht Flüge nach Berlin und Genf

Video

Airbus A321 XLR von Aer Lingus: Das Flugzeug mit der Kennung EI-XLT fällt auf unbestimmte zeit nach einer harten Landung aus.
Ein Airbus A321 XLR der irischen Nationalairline ist am Flughafen Dublin hart gelandet. Das erst ein Jahr alte Flugzeug könnte Monate ausfallen und Aer Lingus Kosten in Millionenhöhe verursachen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sprung aus der Boeing 737-800 von Air Congo: Riskant.
Die Boeing 737 kam an, doch niemand dachte an die Treppe. Am Flughafen Kindu in der Demokratischen Republik Kongo mussten Reisende von Air Congo ihre Boeing 737 auf denkbar riskante Weise verlassen – per Sprung aus der Kabinentür aufs Vorfeld.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Luftaufnahme des neuen Flughafens von von Ho-Chi-Minh-City: Am 19.12. landen drei Flüge vietnamesischer Airlines.
In Vietnam entsteht seit 2021 der Long Thanh International Airport. Jetzt landen dort erstmals drei Passagierflüge im Rahmen eines Testbetriebs. Mit dem neuen Flughafen will Vietnam in der Liga der Mega-Drehkreuze aufsteigen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies