Flieger von Air France: Die Airline will ihre Inlandsflüge kompensieren.

Freiwillige Abgaben ab 2020Air France kompensiert alle Inlandsflüge

Frankreichs Nationalairline kündigt an, ab 2020 den CO2-Ausstoß aller Inlandsflüge auszugleichen. Die von Frankreich geplante Ökosteuer kritisiert Air France weiterhin scharf.

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Die französische Regierung will bereits im nächsten Jahr eine Ökosteuer einführen. Tickets für in Frankreich startende Flüge sollen je nach Buchungsklasse und Flugdistanz mit 1,50 Euro bis 18 Euro besteuert werden. Mit den Einnahmen von bis zu 180 Millionen Euro möchte das Land unter anderem den Ausbau des Bahnnetz und Klimaschutzprojekte fördern.

Bei Air France reagierte man auf die Ankündigung der Ökosteuer im Juli mit Kritik. Besonders im verlustreichen Inlandsverkehr befürchtet die französische Nationalairline eine schwindende Wettbewerbsfähigkeit. Jetzt kündigte Chefin Anne Rigail in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien eine Gegenmaßnahme an. Air France zahlt ab 2020 freiwillig Abgaben zum Klimaschutz.

Abgaben und Plastikverzicht sind freiwillig

Der CO2-Austoß der Inlandsflüge werde künftig vollständig kompensiert, sagte Rigail. Laut der Managerin führt die Fluggesellschaft täglich ungefähr 500 Flüge innerhalb Frankreichs durch. Die «Investition von mehreren Millionen Euro» erfolge freiwillig. Die Gelder sollen in Projekte zur Aufforstung, zum Waldschutz, zum Erhalt von Artenvielfalt sowie in die Entwicklung umweltfreundlicher Energien fließen. Zudem will Air France vom selben Zeitpunkt an den Gebrauch von Einweg-Kunststoffen in ihren Flugzeugen verbannen.

Die geplante Ökosteuer der französischen Regierung kritisiert die Airline trotz eigenem Engagements in Sachen Umweltschutz nach wie vor. «Diese Steuer ist Unsinn», sagt Rigail. Laut der Air-France-Chefin ist nicht die Steuer an sich das Problem, sondern deren Verwendung.

Bevorzugung von Schiene und Straße stört Air France

Die Air-France-Chefin bemängelt, dass die geplante Steuer auch den Straßenverkehr fördert. Dieser sorge weltweit mit 15 Prozent für einen höheren Ausstoß des klimaschädlichen CO2 als die Luftfahrt mit 2 bis 3 Prozent, sagt Rigail. Dass die Steuergelder in das Schienennetz fließen, sei zudem unfair, da die französische Eisenbahn bereits stark subventioniert werde, so die Managerin weiter. «Es wäre tugendhaft, wenn es möglich wäre, die Forschung an Flugzeugen zu finanzieren oder einen Biokraftstoffsektor zu schaffen», sagt Rigail dem Blatt.

Ähnlich äußerten sich auch in der deutschen Luftfahrt Anbieter und Lobbyisten. Im September einigte sich die Große Koalition auf ein neues Klimaschutzpaket, das Bahnfahrten günstiger und Flugtickets teurer machen soll. Stimmen von Kritikern wurden daraufhin laut, dass die Maßnahme den Ausstoß von Emission nur verlagert und die Entwicklung klimafreundlicher Flugzeuge ausbremst.

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