Warme Mahlzeit bei China Airlines: Fällt zurzeit auf vielen Flügen weg.

AnsteckungsgefahrKeine Decken und kein warmes Essen wegen Coronavirus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Gefahr ändern Fluglinien in Asien den Service an Bord. Die Maßnahmen reichen von der Desinfektion der Kabine bis zu Änderungen beim Essen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Europäische Airlines wie Lufthansa oder British Airways haben ihre Flüge nach Festland-China aufgrund des Coronavirus vorerst komplett eingestellt. Fluglinien in der Region behelfen sich mit Maßnahmen in der Kabine, um Passagiere und Crews zu schützen.

So reinigt Thai Airways ihre Flugzeuge nicht nur sehr gründlich, wenn sie aus China kommen, sondern besprüht Kabine und Cockpit auch mit Desinfektionsmitteln. Das sei vor allem auf den Bildschirmen in den Sitzen nötig, welche die ganze Zeit von den Passagieren angefasst würden. Thailand ist ein beliebtes Urlaubsziel der Chinesen.

Keine Kissen und Magazine

China Airlines aus Taiwan bittet ihre Passagiere, eigene Trinkflaschen mitzubringen, um den Kontakt zwischen Reisenden und Crew zu minimieren, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Fluglinie und ihre Regionaltochter Mandarin Airlines geben auf Verbindungen mit dem chinesischen Festland und Hongkong zudem keine warmen Mahlzeiten mehr aus. Statt wiederverwendbaren  Stoffservierten und -tischdecken gibt es Wegwerf-Alternativen aus Papier. Außerdem verteilen die Crews keine Decken, Kissen, Handtücher und Magazine mehr. Getränke und Kopfhörer gibt es nur noch auf Anfrage.

Tigerair Taiwan, die auch zur China-Airlines-Gruppe gehört, hat zusätzlich die Duty-Free-Verkäufe an Bord eingestellt. Die Fluggesellschaft erklärte, die Sitztaschen der Passagiere würden nur noch die Karte mit den Sicherheitsanweisungen sowie die Spucktüte enthalten.

Kein zollfreier Verkauf

Auch Cathay Pacific und Cathay Dragon aus Hongkong reduzieren nicht nur Kapazitäten vom und zum chinesischen Festland, sondern ändern auf den verbleibenden Flügen auch den Service. In der First und Business Class wird die Mahlzeit auf einem einzigen Tablett mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert serviert. Der Service mit Wägelchen wird eingestellt und das kulinarische Angebot in der First wird dasselbe sein wie in der Business.

Auf bestimmten Strecken erhalten Reisende in der Premium Economy und Economy Class von Cathay vorübergehend einen Beutel mit einem heißen Snack. Warme Handtücher, Kissen, Decken und Zeitschriften werden den Fluggästen in allen Klassen nicht angeboten. Auch den zollfreie Verkauf an Bord setzt Cathay vorübergehend aus.

Wirksamkeit ungewiss

Lin Chen, Direktorin des Instituts für Reisemedizin am Krankenhaus Mount Auburn in Cambridge, sagte gegenüber der Zeitung Washington Post, es gebe vieles, was man über das Coronavirus noch nicht sicher wisse. Daher sei es ungewiss, welche dieser Maßnahmen der Airlines wirklich sinnvoll seien. Die Ärztin empfiehlt vor allem gründliches Händewaschen. Zudem solle man Berührungen mit den Händen im Gesicht vermeiden.

Mehr zum Thema

Lufthansa, Austrian und Swiss setzen China-Flüge länger aus

Lufthansa, Austrian und Swiss setzen China-Flüge länger aus

Airbus A330 von Swiss (Archivbild): Ein Crewmitglied könnte erkrankt sein.

Entwarnung nach Coronavirus-Verdacht auf Swiss-Flug

H-6N Bomber

China zeigt seinen «Donnergott» mit Atomrakete - doch die H-6N hat einen entscheidenden Nachteil

Flughafen Paris und Schild, um das es geht: Da hat sich ein Fehler eingeschlichen.

Flughafen Paris Charles de Gaulle macht aus Schweizern Chinesen

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier