Anruf mit dem Smartphone: Bei Swiss auch an Bord möglich.

Test bei SwissKaum einer will an Bord telefonieren

Swiss erlaubt Passagieren seit einem Jahr auf gewissen Langstreckenflügen, zu telefonieren. Doch der neue Dienst wird kaum genutzt. Hohe Kosten und böse Blicke wirken abschreckend.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vor einem Jahr wurde die letzte Ruhezone geentert. Swiss erlaubt seither Passagieren auf ihren Boeing 777, die Mobiltelefone auch für Gespräche zu nutzen. Wer will, kann also aus 12.000 Metern über dem Nordatlantik nach Hause oder ins Büro telefonieren. Dennoch hört man bis anhin kaum Gespräche wie «Schatz, ich komme eine Stunde später» oder «Ja, Frau Möller, der Vertrag muss heute noch weg» an Bord.

Genaue Zahlen will die Lufthansa-Tochter nicht nennen. Aber eine Sprecherin erklärt, der Dienst werde im Gegenzug zum Versand von SMS und dem Datengebrauch zum Surfen «verhalten genutzt». Das mag einerseits an den hohen Kosten liegen. Wer in einer Swiss-Triple-Seven telefoniert, zahlt Roaming-Gebühren des Anbieters Aeromobile. Ein Anruf kostet dabei 5.50 Euro pro Minute. Angerufen zu werden schlägt mit 2.80 Euro zu Buche. Zusätzlich dürfte die soziale Kontrolle an Bord wirken. Böse Blicke sind dem Telefonierenden wohl garantiert.

Bevölkerung hat klare Meinung

Umfragen in den USA haben denn auch wiederholt ergeben, dass die meisten Passagiere sich Flüge ohne Telefongespräche wünschen. Auch das Transportministerium in Washington, das sich bald zum Thema äußern muss, hat die Bevölkerung zum Thema befragt. Dabei kamen fast nur negative Stimmen zusammen. Das deckt sich mit der Meinung der Leserinnen und Leser von aeroTELEGRAPH. In einer Abstimmung haben sie sich bisher mit 94 Prozent negativ geäußert.

Swiss geht mit dem Angebot bedeutend weiter als ihre Schwestern Lufthansa und Austrian Airlines. «Auf expliziten Kundenwunsch» sei Telefonieren an Bord nicht möglich, erklärten die Österreicher bei der Einführung von Wifi an Bord. Und Lufthansa betonte wiederholt: «Telefongespräche über Mobilfunk werden nicht unterstützt. Internettelefonie wie Skype ist aus Rücksicht auf Mitreisende nicht erlaubt».

Vor der Abschaffung?

Es könnte also durchaus sein, dass auch Swiss den Telefon-Dienst bald wieder abschafft. Denn er wurde als Versuch für ein Jahr angelegt. Die Testphase läuft nun aber noch einige Monate weiter. «In den kommenden Monaten wird entschieden, ob wir weiterhin Telefonie an Bord anbieten werden», so die Sprecherin.

[poll id="17"]

Mehr zum Thema

airbus a350 swiss 58

Swiss schickt ihre Airbus A350 im Sommer nach Nizza

Swiss gebauede basel flughafen

Swiss verkauft ihr Erbe am Flughafen Basel

ticker-swiss

HB-IFB: Swiss hat zweiten Airbus A350 übernommen

Passagierinnen von Swiss: Sie erfahren neu deutlicher, dass Swiss zu Lufthansa Group gehört.

Swiss weist nun an Bord auf Zugehörigkeit zu Lufthansa Group hin

Video

Flugzeug auf Zug: Waghalsiges Manöver.
Ein Pilot, ein fahrender Güterzug – und kaum Platz für Fehler. In der Türkei ist ein außergewöhnliches Landemanöver gelungen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies