Anruf mit dem Smartphone: Bei Swiss auch an Bord möglich.

Test bei SwissKaum einer will an Bord telefonieren

Swiss erlaubt Passagieren seit einem Jahr auf gewissen Langstreckenflügen, zu telefonieren. Doch der neue Dienst wird kaum genutzt. Hohe Kosten und böse Blicke wirken abschreckend.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vor einem Jahr wurde die letzte Ruhezone geentert. Swiss erlaubt seither Passagieren auf ihren Boeing 777, die Mobiltelefone auch für Gespräche zu nutzen. Wer will, kann also aus 12.000 Metern über dem Nordatlantik nach Hause oder ins Büro telefonieren. Dennoch hört man bis anhin kaum Gespräche wie «Schatz, ich komme eine Stunde später» oder «Ja, Frau Möller, der Vertrag muss heute noch weg» an Bord.

Genaue Zahlen will die Lufthansa-Tochter nicht nennen. Aber eine Sprecherin erklärt, der Dienst werde im Gegenzug zum Versand von SMS und dem Datengebrauch zum Surfen «verhalten genutzt». Das mag einerseits an den hohen Kosten liegen. Wer in einer Swiss-Triple-Seven telefoniert, zahlt Roaming-Gebühren des Anbieters Aeromobile. Ein Anruf kostet dabei 5.50 Euro pro Minute. Angerufen zu werden schlägt mit 2.80 Euro zu Buche. Zusätzlich dürfte die soziale Kontrolle an Bord wirken. Böse Blicke sind dem Telefonierenden wohl garantiert.

Bevölkerung hat klare Meinung

Umfragen in den USA haben denn auch wiederholt ergeben, dass die meisten Passagiere sich Flüge ohne Telefongespräche wünschen. Auch das Transportministerium in Washington, das sich bald zum Thema äußern muss, hat die Bevölkerung zum Thema befragt. Dabei kamen fast nur negative Stimmen zusammen. Das deckt sich mit der Meinung der Leserinnen und Leser von aeroTELEGRAPH. In einer Abstimmung haben sie sich bisher mit 94 Prozent negativ geäußert.

Swiss geht mit dem Angebot bedeutend weiter als ihre Schwestern Lufthansa und Austrian Airlines. «Auf expliziten Kundenwunsch» sei Telefonieren an Bord nicht möglich, erklärten die Österreicher bei der Einführung von Wifi an Bord. Und Lufthansa betonte wiederholt: «Telefongespräche über Mobilfunk werden nicht unterstützt. Internettelefonie wie Skype ist aus Rücksicht auf Mitreisende nicht erlaubt».

Vor der Abschaffung?

Es könnte also durchaus sein, dass auch Swiss den Telefon-Dienst bald wieder abschafft. Denn er wurde als Versuch für ein Jahr angelegt. Die Testphase läuft nun aber noch einige Monate weiter. «In den kommenden Monaten wird entschieden, ob wir weiterhin Telefonie an Bord anbieten werden», so die Sprecherin.

[poll id="17"]

Mehr zum Thema

ticker-swiss

Swiss schickt weiteren Airbus A321 zur Verschrottung, der früher noch für Swissair flog

Bilder von Gästen des Swiss-Crewhotels: Die Airline zieht aus.

«Hier waren wir zu optimistisch»: Swiss zieht nach monatelanger Kritik aus Ekel-Hotel in Miami aus

ticker-swiss

Medizinischer Notfall: Airbus A330 von Swiss auf Flug nach New York landet in Kanada

Lufthansa: Es gibt laut dem neuen Aufsichtsratschef viel zu tun.

Neuer Aufsichtsratschef von Lufthansa: «Der Konzern hat klare Schwachpunkte»

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack