Tower in Kassel Calden: Nocht nicht so viel zu tun

Der verschmähte Flughafen

Der Airport Kassel-Calden eröffnete zwar planmäßig – doch fliegen wollen von dort aus noch nicht so viele. Schon wieder strichen Veranstalter Flüge.

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Immerhin: Der Flughafen Kassel-Calden wurde pünktlich eröffnet. Am 4. April landete mit einem Germania-Airbus A319 aus Frankfurt die erste Maschine am neuen Airport. Doch gleich danach begannen schon die Probleme. Ausgerechnet der erste reguläre Flug von KSF - so der Iata-Code - aus wurde an den Konkurrenz-Airport Paderborn verlegt. Nur sechs Passagiere hatten ab Kassel gebucht.

Kurze Zeit später strich Rewe Touristik die Flüge auf die Kanaren-Insel Fuerteventura komplett. Und die Streichungen gehen weiter. Wie nun bekannt wurde, findet auch der erste Linienflug von Croatia Airlines am 2. Mai nach Split nicht statt, wie eine Sprecherin des Flughafens gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigt. Laut Medienberichten ist auch hier Passagiermangel der Grund.

«Die größte Kartbahn Europas»

Noch vor wenigen Wochen hatte der Flughafen gute Stimmung verbreitet. Er verkündete auf der Facebook-Seite, die Flüge von Croatia seien bestens gebucht. Den Absprung anderer Veranstalter bedaure man.

Eine Bedrohung durch die geringen Nachfrage sieht Kassel-Calden nicht. «Natürlich beobachtet man uns nun mit Argusaugen», so die Unternehmenssprecherin. Doch im Grunde seien solche Streichungen an allen Flughäfen ganz normal. «Für die Auslastung der Flüge sind auch nicht wir, sondern der Reiseveranstalter zuständig.» Grundsätzlich würden sich die Anwohner aber sehr über den neuen Flughafen freuen.

Noch in der Anlaufzeit

Nicht alle tun das allerdings. So nennen Blogger ihn inzwischen schon «die größte Kartbahn Europas». Daran, dass er jemals wirklich funktioniert, zweifeln sie. Nur durch Subventionen könne der Flughafen, der mit 270 Millionen Euro rund doppelt so viel kostete wie geplant, langfristig überleben. Die Betreiber selbst sehen das freilich anders. «Die Buchungszahlen für den Sommer stimmen schon jetzt sehr positiv», heißt es von der Sprecherin. Man brauche eben einige Anlaufzeit, damit sich die Anwohner an die neuen Möglichkeiten gewöhnen.

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