Lufthansa-Flieger: Das Kartellamt ist alarmiert.

MarktmachtKartellamt prüft Lufthansa wegen steigender Preise

Nach dem Aus von Air Berlin steigt auf vielen Routen die Nachfrage nach Lufthansa-Tickets. Das Bundeskartellamt prüft nun die Preissetzung von Lufthansa.

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Das deutsche Kartellamt hat seit dem Wegfall von Air Berlin mit Beschwerden über die gestiegenen Preise von Lufthansa-Flügen zu tun. «Wir haben die Deutsche Lufthansa gebeten, uns Informationen über ihre Preissetzung zur Verfügung zu stellen», so Chef Andreas Mundt zur Nachrichtenagentur DPA. «Wir werden uns die Daten ansehen und dann darüber entscheiden, ob wir ein Verfahren einleiten.»

Der Wegfall von Air Berlin schade dem Wettbewerb und verknappe das Angebot vor allem auf vielen innerdeutschen Flugstrecken, so Bundeskartellamt-Chef Mundt weiter. Lufthansa erklärt laut dem DPA-Bericht, man habe die Preispolitik nicht angepasst. Wegen der höheren Ticketnachfrage stiegen die Preise einfach auf einigen Strecken schneller an. Zudem setze man trotz höherer Kosten auf innerdeutschen Strecken eine Boeing 747 ein, um die Nachfrage zu decken, heißt es weiter.

70 Monopolrouten gesichert

Durch das Aus von Air Berlin sicherte sich die Lufthansa-Gruppe rund 70 Monopolrouten wie aeroTELEGRAPH kürzlich berichtete. 55 der Strecken ohne Konkurrenz sind durch die Übernahme von Teilen von Air Berlin neu zum Monopol geworden.

Eine Übersicht über die Monopolstrecken erhalten Sie im entsprechenden Artikel unter «Mehr zum Thema».

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