Flieger von Flybondi: Bald höhere Frequenzen?

Untergrenze gekapptJetzt sinken die Flugpreise in Argentinien

Auftrieb für Billigflieger: Argentiniens Regierung schafft die Tarifuntergrenze ab. Die erste Fluglinie kündigt massive Preissenkungen an.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Ende Januar nahm mit Flybondi die erste Billigairline in Argentinien den Betrieb auf. Doch der Start in die Lowcost-Ära verläuft im südamerikanischen Land bisher schleppend. Etliche andere Fluglinien, die im vergangenen Jahr Routen zugesprochen bekommen haben, sind noch nicht gestartet, darunter auch ein Ableger von Norwegian.

Ein Grund ist, dass es in Argentinien eine Untergrenze für Flugpreise gibt - ein Problem für Billigflieger. «Wer die Preise nicht senken kann, kann keine neue Nachfrage erzeugen, aber gerade das will eine Lowcost-Airline ja», sagte mit Blick auf das Nachbarland kürzlich der Chef chilenischen Sky Airlines, Holger Paulmann, im Interview mit aeroTELEGRAPH. Doch all das ändert sich nun.

So reagieren die Fluggesellschaften

Am Montag (2. Juli) verkündete der argentinische Transportminister Guillermo Dietrich, dass die Preisuntergrenze für Inlandsflüge ab dem 15. August wegfallen wird. Dies gilt allerdings nur für Tickets, die für Hin- und Rückflug gekauft werden und dies mindestens 30 Tage vor dem Abreisedatum. Dietrich sagte, durch die Änderung würden Flugreisen für mehr Menschen in dem 44-Millionen-Einwohner-Land erschwinglich und die Passagiere könnten mehr Angebote mit günstigeren Preisen finden.

Flybondi kündigte laut der Zeitung Clarin direkt an, Tickets 40 bis 70 Prozent günstiger anzubieten als bisher. Außerdem erwarte man, dass man mit steigender Nachfrage die Frequenzen steigern könne, so Flybondi. Norwegian-Air-Argentina-Chef Ole Christian Melhus sagte laut Bloomberg zum Schritt der Regierung: «Diese Maßnahme wird entscheidend dazu beitragen, die Entwicklung des kommerziellen Luftverkehrs in Argentinien voranzutreiben.»

Jetsmart greift in Argentinien an...

Ein Sprecher von Latam kündigte Clarin an, in der zweiten Jahreshälfte Tarife anzupassen. Die Idee dabei sei, Tarife anzubieten, die keine Mahlzeiten und kein Aufgabegepäck enthalten. Weniger konkret erklärte Aerolineas Argentinas, man selber habe diese Maßnahme zwar nicht gefordert, werde sich dem Umfeld jedoch anpassen.

Währenddessen macht sich ein weiterer Billigflieger bereit, in den argentinischen Markt einzusteigen. Die chilenische Jetsmart hat bei Argentiniens Luftfahrtbehörde Routen beantragt, wie die Behörde bestätigte. So will Jetsmart ab November etwa von Santiago de Chile nach El Palomar bei Buenos Aires fliegen. Auch die berühmten Wasserfälle von Iguazu möchte Jetsmart von Chiles Hauptstadt aus direkt ansteuern.

... und kauft argentinische Airline

Damit nicht genug: Indigo-Partners-Tochter Jetsmart ist auch beim argentinischen Airline-Start-up Alas del Sur eingestiegen. «Das Gerücht stimmt, aber wir gegeben zurzeit keinen weiteren Kommentar ab», sagte Indigo-Mitgründer Bill Franke gegenüber Travel Weekly, nachdem zuvor chilenische Medien über den Einstieg berichtet hatten.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Aerolinas Argentinas: Argentinien soll 390 Million Dollar für Enteignung zahlen.

390 Millionen Dollar: Argentinien kämpft weiter gegen XL-Rechnung für Aerolíneas-Enteignung

Zwei Flugzeuge der Flugschule Flying Parrot: Ein Fluglehrer der Flugschule hat am 4. Juli mutmaßlich Selbstmord begangen.

Fluglehrer springt während Flug aus Cessna – Flugschülerin muss alleine landen

Joy Airline: Will auf kleine Jets setzen.

In Argentinien ist eine neue Airline in Planung - und der Chef ist kein Unbekannter

Blick aus einem Airbus A320 von Latam auf den südlichen Teil von Ostfalkland: Missgeschick bei British Airways.

British Airways zeigt auf Falklandinseln argentinischen Namen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies