Flugzeug von Jet Airways: Die Fluggesellschaft strauchelt.

In den NiederlandenJet Airways für bankrott erklärt

Das Drama um Jet Airways spitzt sich zu: Während die Airline in Indien noch gegen eine Insolvenz ankämpft, hat ein Gericht in den Niederlanden bereits anders entschieden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Nachdem Jet Airways schon lange mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, stellte die indische Fluggesellschaft am 17. April den Betrieb ein. Sie bezeichnete das Grounding jedoch als temporär und erklärte, man wollen so schnell wie möglich einen neuen Investor finden und wieder abheben. Geschehen ist das bis heute nicht.

Nun hat ein Gericht Jet Airways am Dienstag (21. Mai) für bankrott erklärt - allerdings nicht in Indien, sondern in den Niederlanden, wie zwei niederländische Fachportale berichten. Da Jet Airways ein Büro am Flughafen Schiphol betreibe, sei dieser Schritt des Gerichtes nach niederländischem Recht möglich, erklärte der bestellte Insolvenzverwalter Rocco Mulder laut dem Portal Up in the Sky. Mulder sagte weiter, das Insolvenz-Urteil habe internationale Gültigkeit, die Frage sei jedoch, ob dies in Indien anerkannt werde.

Konsortium verhandelt mit Gläubigern

Wie das Portal Luchtvaartnieuws schreibt, habe das Gericht die Zahlungsunfähigkeit auf Betreiben von zwei nicht näher genannten europäischen Unternehmen festgestellt, denen Jet Airways Geld schulde. Der Insolvenzverwalter will nun mit der Fluglinie in Indien in Kontakt treten. Das dürfte womöglich nicht einfach werden, denn vergangenen Woche legten Airline-Chef Vinay Dube und Finanzchef Amit Agarwal ihre Ämter nieder.

Das Urteil in den Niederlanden erging in Abwesenheit von Vertretern der Airline. Indische Medien berichten derweil, ein Konsortium von Jet-Airways-Gründer Naresh Goyal, Etihad Airways, der Hinduja Group und Adigro Aviation versuche, eine Einigung mit Gläubigern der Fluggesellschaft zu finden, um eine Insolvenz in Indien abzuwenden. Das Urteil aus den Niederlanden findet in den Berichten keine Erwähnung. Ob man sich bei Jet Airways mittlerweile über die Entscheidung des europäischen Gerichtes bewusst ist, bleibt unklar.

Frachtfirma ließ 777 an die Kette legen

Das Frachtunternehmen WFS hatte bereits vor Jet Airways' komplettem Betriebsstopp im April eine Boeing 777-300ER der Fluglinie in Amsterdam Schiphol festsetzen lassen. Im Zusammenhang mit ausstehenden Zahlungen habe man den Passagierflieger nach einem Urteil durch ein Gericht in der niederländischen Stadt Haarlem beschlagnahmen lassen.

Mehr zum Thema

Im gleichen Monat erhielt Etihad das Okay der Behörden zum Einstieg bei Jet Airways. Die Golfairline besitzt nun 24 Prozent an der indischen Fluglinie.

Jet Airways stellt internationale Flüge ein

ticker-niederlande

Niederlande stecken 45 Millionen Euro in zusätzlichen SAF-Einsatz

ticker-niederlande

Niederlande wollen Flugverbindungen in der Karibik subventionieren

Die Boeing 737 BBJ der niederländischen Regierung: Der König wird sie nicht mehr steuern.

König Willem-Alexander steuerte zum letzten Mal den niederländischen Regierungsjet

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies