Letzte Aktualisierung: 6:34 Uhr

Auch Köln im Visier

Iranische Qeshm Airlines kommt nach Hamburg

Die EU hat iranische Fluggesellschaften in Bezug auf ihre Sicherheit geprüft und für gut befunden. Qeshm Airlines nutzt das Attest für Flüge nach Hamburg. Auch Köln steht auf dem Wunschzettel.

Qeshm Airlines

Flieger von Qeshm Airlines: Bald in Fuhlsbüttel zu sehen.

Für die kleine Fluggesellschaft ist es ein Meilenstein. Anfang Oktober erhielt Qeshm Airlines von der Europäische Agentur für Flugsicherheit Easa die Lizenz als Third Country Operator, Anbieterin aus einem Drittstaat. Das bedeutet, die Fluglinie kann belegen, dass sie alle internationalen Sicherheitsvorschriften einhält. Es ist die Eintrittskarte für Europa.

Nun kündigt Qeshm Airlines bereits eine erste Strecke nach Europa an. Sie will in Kürze regelmäßig von Tabriz nach Hamburg fliegen. Wie das Portal Aviation Iran schreibt, lobten die Stadt Tabriz in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan, die lokale Handelskammer, die Messe von Tabriz, der Flughafen und auch das Aussenministerium in Teheran die offizielle Ankündigung der neuen Verbindung nach Deutschland.

Airbus A330 für die Erneuerung

Dabei soll es nicht bleiben. Man habe auch Streckenrechte für Flüge ab Tabriz nach Amsterdam, Brüssel, Köln/Bonn, Paris und Stockholm beantragt, so Geschäftsführer Mahmoud Shekarabi. Derzeit betreibt die Fluglinie mit Basis am Flughafen der Insel Qeshm eine Flotte von 5 Airbus A300, 3 A320, 4 Avro RJ 100, 1 Avro RJ85 und 4 Fokker 50. Nicht alle Jets sind aber flugtüchtig. Weitere A320 sollen in den kommenden Monaten zur Flotte stossen. Auch A330 sind geplant, wie Shekarabi erklärt.

Die EU-Experten haben in den letzten Monaten den Iran besucht. Dabei haben sie verschiedne Fluggesellschaften geprüft. Iranische Fluglinien könnten deshalb in Kürze viel öfter in Europa anzutreffen sein.

Schön, dass Sie hier sind. Unsere erfahrenen Journalisten bieten Ihnen 365 Tage pro Jahr Nachrichten und Hintergründe. Gratis. Das wird so bleiben. Um unser Angebot weiter zu verbessern, haben wir ein Vielleser-Programm gestartet. Damit finanzieren wir aufwendige Recherchen und die Umsetzung neuer Ideen. Ihr Beitritt hilft, den unabhängigen Luftfahrtjournalismus zu stärken. Und nebenher profitieren auch Sie. Jetzt Mitglied werden!



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem oder beleidigendem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.