Mahmud Ahmadinedschad: Forciert den Aufbau einer Aviatikbranche.

Iran will in Top-10 der Luftfahrt

Trotz zahlreicher internationaler Sanktionen: Im Iran sieht man offenbar grosses Potenzial für den Flugzeugbau.

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Der Iran hat große Pläne für seinen Luftfahrtsektor. Laut dem Direktor der Luftfahrtabteilung des Verteidigungsministeriums gehöre man schon jetzt zu den größten zwanzig der Flugzeuge produzierenden Länder der Welt. «Nicht lange, und wir sind in den Top 10», so Manouchehr Manteqi gegenüber der iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Den Auftrag zum Ausbau des Industriezweigs gab vor wenigen Tagen Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Gemäß dem Politiker sei das auch trotz der vielen internationalen Sanktionen gegen das Land der Fall.

Erst im letzten Jahr hatte die UNO Sanktionen der USA gegen das Land durchgewunken, laut denen keine amerikanischen Flieger mehr an das Land verkauft werden dürfen, ebenso wie Flieger, von deren Bauteilen 10 Prozent oder mehr aus den USA stammen. Grund dafür war die iranische Atompolitik. Das Land halte sich nicht an das internationale Nonproliferationsabkommen, das die Verbreitung von nicht-friedlicher Nukleartechnik verbietet. Zuletzt hatten die USA die Sanktionen auf unilateraler Ebene noch verschärft. Geschäfte mit iranischen Unternehmen aus dem Finanz- und Energiesektor stehen nun unter Strafe.

Doch davon will man sich in Teheran offenbar nicht abhalten lassen, die Luftahrtbranche des Irans weiter voran zu treiben. Man habe eine gute internationale Positionierung, so Manteqi. Das betreffe sowohl den Entwurf als auch den Bau neuer Flieger. «Wir sind in der Produktion von Fliegern, von Komponenten und in der Wartung gut aufgestellt», so der Politiker. Von Ländern, die nicht unter die US-Sanktionen fallen, erwarte man sich also gute Kooperationen. Bereits baut der Iran in Lizenz Antonow An-140. Kürzlich gab er bekannt auch Antonow An-158 bauen zu wollen (aeroTELEGRAPH berichtete).

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