Flughafen Basel-Mulhouse: Paris ärgert den französisch-schweizerischen Airport.

Streit um Status des Flughafens«Situation in Basel ist ernst»

Frankreich will den Schweizer Sektor am Flughafen Basel-Mulhouse abschaffen und so mehr Steuern einnehmen. Das könnte fatale Folgen haben, so die Direktion.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Wer von Basel aus zum Flughafen fährt, tut es auf keiner normalen Strasse. Ein umzäunter Zollfrei-Korridor führt zum Airport, der sechs Kilometer außerhalb der Schweizer Stadt liegt - ganz auf französischem Staatsgebiet. Auch auf dem Gelände selbst gibt es eine ungewöhnliche Struktur. Der Euroairport Basel-Mulhouse ist unterteilt in einer schweizerischen und einen französischen Sektor.

In den beiden Teilen des Basler Flughafens gelten je die jeweiligen Landesregeln - also auch unterschiedliche Steuern. Und so besitzen die zwei Teile auch zwei verschiedene Iata-Codes, BSL für Basel (Schweizer Sektor) und MLH für Mulhouse (Frankreich). Seit 1949 galt diese Regelung nun schon. Damals zahlte die Schweiz den Bau des Flughafen Basel-Mulhouse, Frankreich stellte das Land zur Verfügung. Alle waren zufrieden.

Flughafen Basel ist «ein wichtiger Wirtschaftsmotor»

Doch nun will Paris den 65-jährign Vertrag kippen. Die französische Regierung will den Schweizer Sektor aufheben und allen die gleichen französischen Steuern aufbürden. Neben höheren allgemeinen Taxen gehört auch die ominöse Solidaritätssteuer Taxe Chirac dazu. Für die Firmen im Schweizer Sektor würde das Mehrkosten von schätzungsweise mindestens 14 Millionen Franken bedeuten.

Seit 2013 feilschen die schweizerische und französische Regierung schon um einen Kompromiss. Bislang ohne Erfolg. «Die Situation ist ernst», kommentiert Flughafendirektor Jürg Rämi gegenüber aeroTELEGRAPH. Er glaubt aber noch an die Möglichkeit, dass die beiden Staaten sich finden. «Schließlich profitieren beide Seiten vom binationalen Status des Euroairport, der ein wichtiger Wirtschaftsmotor für die ganze Region zwischen Frankreich, der Schweiz und Deutschland ist.»

Easyjet würde das Angebot in Basel wohl reduzieren

Easyjet erklärte bereits, im Falle einer Änderung das Angebot in Basel zu reduzieren. «Die Fluglinie hat auch bereits ein Investionsstopp am Euroairport angekündigt», so Rämi. Mittefristig könne sein, glaubt der Flughafenchef, dass viele Schweizer Unternehmen abwandern. «Damit wären auch viele französische Arbeitsplätze gefährdet.» Noch nicht geäußert hat sich Ryanair. Die Iren sind eben erst nach Basel zurückgekehrt.

Doch Rämi gibt noch nicht auf. «Die Politiker und Wirtschaftsakteure im Elsass und in der Nordschweiz sind tatkräftig dabei, sich zu mobilisieren», erzählt er. Sie würden alles dran setzen, dass es zu einer für beide Seiten tragbaren Lösung kommt. Bekäme er nicht Recht, wäre es ein schwerer Schlag für Basel-Mulhouse. Easyjet alleine ist heute für die Hälfte der Flugbewegungen verantwortlich.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack