Unfallträchtige LuftfahrtIndonesiens chronische Probleme mit der Sicherheit

Fliegen ist in Indonesien deutlich risikoreicher als anderswo. Denn das Land erfüllt die Minimalstandards bei der Sicherheit nicht. Bloss: Die Alternativen sind nicht unbedingt sicherer.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Das Land erstreckt sich über rund tausend Inseln. Auf ihnen leben insgesamt 255 Millionen Menschen. Der Transport ist deshalb für Indonesien von zentraler Bedeutung. Flugverbindungen nehmen dabei eine wichtige Rolle ein. Rund 50 Fluggesellschaften operieren im Land und befördern Fracht und Passagiere auch in entlegenere Gebiete. Um die Sicherheit ist es dabei aber nicht besonders gut gestellt.

Der Absturz der ATR 42-300 von Trigana Air Service auf Flug IL267 vom Sonntag wirft ein neues Schlaglicht auf die pitoyablen Zustände in der indonesischen Luftfahrt. Die amerikanische Luftfahrt-Aufsichtsbehörde FAA stuft das Land in der Kategorie II ein. Das heißt, es erfüllt die minimalen Sicherheitsstandards der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation Icao nicht. Die Hürde wurde nicht nur knapp verfehlt. In allen Teilbereichen schneidet Indonesien schlecht ab und liegt markant unter dem weltweiten Durchschnitt.

Fast tausend Tote in den letzten 15 Jahren

Das zeigt sich leider auch in der Unfallstatistik. In den vergangenen 15 Jahren gab es in Indonesien nur ein Jahr, in dem es keinen tödlichen Flugunfall gab. Insgesamt starben dabei 978 Menschen. Die Europäische Union sperrt denn auch alle indonesischen Fluglinien mit Ausnahme von Airfast Indonesia, Ekspres Transportasi Antarbenua, Garuda Indonesia, Indonesia Air Asia und Mandala Airlines von ihrem Luftfaum aus. Das britische Außenministerium rät seinen Landsleuten von Reisen mit den gesperrten Airlines ab.

Die Alternativen sind nicht unbedingt besser. «Öffentliche Busse sind auf den relativ schlecht ausgebauten Straßen meist mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs, sodass es immer wieder zu schweren Unfällen kommt», schreibt etwa das österreichische Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres. Die Verkehrsinfrastruktur leide häufig an technischen Mängeln und generell am mangelnden Risikobewusstsein der Verkehrsteilnehmer. Die Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen lägen deutlich unter europäischem Niveau, schreibt das deutsche Auswärtige Amt.

Bus, Fähre und Auto ebenso unsicher

«Der Straßenverkehr, insbesondere außerhalb der Großstädte, ist unfallträchtig». Selber fahren solle man deshalb unter keinen Umständen. Und auch auf dem Wasser ist es heikel. «Die Sicherheitsausrüstungen der Fähren zwischen den Inseln sind oft unvollständig», so das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten.

Mehr zum Thema

Ramechhap Airport in Nepal: Die Sicherheit im Lane lässt zu wünschen übrig.

Nepal freut sich zu früh über Streichung von EU-Liste

Flughafen Chisinau: Nur noch wenige Airlines dürfen von hier aus in die EU fliegen.

Europäisches Land kommt auf Schwarze Liste

Airbus A340 von Avior Airlines: Die Fluglinie ist nun aus Europa verbannt.

Avior darf nicht mehr nach Europa

Mozambiques Nationalairline LAM: Darf wieder in die EU.

Benin und Mozambique schaffen es von Schwarzer Liste

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack