Terminal 1C am Flughafen in Mumbai: Die Passagierzahlen in Indien wachsen rasant.

Rasantes Wachstum mit Risiken

Wachstum auf der einen Seite, Sicherheitsprobleme auf der anderen - verkraftet Indien die steigenden Passagierzahlen?

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Gleich drei Zwischenfälle an indischen Flughäfen in einer Woche: Am Montag (29. August) schoss ein Jet von Gulf Air am Kochi Airport in Kerala über die Landebahn hinaus. Die 137 Passagiere des Airbus A320 konnten das Flugzeug größtenteils unbeschadet über die Notausgänge verlassen. Bei dem Zwischenfall herrschte heftiger Regen. Am Freitag dann das gleiche Problem am Chhatrapati Shivaji International Airport in Mumbai, dieses mal mit einem Flieger von Turkish Airlines. Die A340 kam aus Istanbul und verlor - ebenso wie der Gulf-Air-Jet - kurz nach der Landung die Kontrolle und schoss ebenfalls über den Runway hinaus. Keiner der 104 Passagiere wurde bei dem Zwischenfall verletzt. Doch die Maschine steckt seitdem im Schlamm neben der größten Landebahn, die seitdem geschlossen ist. Das dürfte den nächsten Zwischenfall, der nur einen Tag später stattfand, zumindest zu einer Herausforderung gemacht haben: Ein Flieger von Spicejet mit 137 Passagieren an Bord musste nach technischen Problemen umkehren und notlanden, ebenfalls am Chhatrapati Shivaji International Airport.

Der internationale Flughafen in Mumbai hat oft mit technischen Problemen zu kämpfen, die oft auch zu Sicherheitsrisiken führen. Im vergangenen Jahr gab es mehrere Stromausfälle, von denen einer den Kontrollturm lahmlegte - während sich gerade vier Flieger auf die Landung vorbereiteten. Der schlimmste Zwischenfall der letzten zehn Jahre ereignete sich aber im vergangenen Mai am Mangalore Airport in Karnataka. Bei der Bruchlandung eines Jets von Air India Express kamen 158 Menschen ums Leben.

Technische- und Platzprobleme

Die Passagierzahlen in Indien wachsen rasant. Alleine im Juli nahmen sie beispielsweise 20 Prozent zu, wie die Iata meldete. Die Airlines stellen sich darauf ein und vergrößern ihre Flotten, erweitern ihre Ziele - das ist einerseits eine Entwicklung, die viele begrüßen. Nur stellt sich die Frage: Kann die Branche das Wachstum stemmen? An den Flughäfen kommt es oft zu Problemen wegen des immer stärker werdenden Luftverkehrs. So müssen in Mumbai die Flieger oft längere Zeit Schleifen über dem Airport drehen, um auf einen Landetermin zu warten.

Mehr zum Thema

ticker al hind air

Al Hind Air und Fly Express: Zwei neue Fluglinien können in Indien starten

Airbus A320 von Indigo: Der Flugplan der Airline ist fast komplett zusammengebrochen.

Indigo streicht 1000 Flüge - nichts geht mehr in Dehli und Chennai

Cockpit: Crews kämpfen oft mit Müdigkeit.

Gefährliche Müdigkeit im Cockpit: Indien führt verpflichtende Anti-Erschöpfung-Schulungen ein

Blick auf die Piste 10/28 des Flughafens Noida.

Delhis zweiter Flughafen ist startklar - mit Schweizer Know-how und indischer Wachstumsdynamik

Video

Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack