Durchsage von Iberia-Pilot«In Kürze landen wir in Tel Aviv, Palästina»

Ein Pilot von Iberia sorgt für diplomatische Verstimmung. Bei der Schlussdurchsage kündigte er statt der Landung am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv die Ankunft in Palästina an.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

War es ein Versprecher? War es Absicht? Was auch immer der Grund war; die Durchsage eines Kapitäns von Iberia kurz vor der Landung in Tel Aviv am Mittwoch (28. Oktober) empört viele Israeli. Zunächst kündigte er die Landung auf Spanisch an. «In Kürze landen wir in Tel Aviv, Palästina», sagte er. Passagiere berichten israelischen Medien, dass daraufhin ein erschrockenes Raunen durch die Reihen gefangen sei. Immerhin ist die Situation in dem Land derzeit besonders sehr angespannt. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und Attacken.

Bei der englischen Durchsage verzichtete der Pilot auf den Zusatz und sagte einfach, man werde gleich in Tel Aviv landen. Das Wort Israel benutzte er aber nicht. «Das ist furchtbar und eine schreckliche Beleidigung», berichtet ein Passagier Times of Israel. Prompt schickte ein Reisender denn auch einen Beschwerdebrief an Iberia.

Iberia hat Untersuchung eingeleitet

Iberia hat sich inzwischen entschuldigt. Der Pilot habe bei der Durchsage einfach einen Fehler gemacht, den man bei der erneuten Durchsage auf Englisch «korrigiert» habe. Den israelischen Passagieren reichte das aber nicht – weil er eben das Land Israel in der Durchsage nicht nannte. Selbst auf diplomatischem Weg intervenierte Israel in Madrid.

Iberia führt nun Gespräche mit der Crew des Fluges durch, um Details über den Vorfall zu erfahren. Man habe eine interne Untersuchung eingeleitet, heißt es weiter. «Der Kapitän wird in naher Zukunft erst einmal nicht mehr nach Tel Aviv fliegen.»

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack