Durchsage von Iberia-Pilot«In Kürze landen wir in Tel Aviv, Palästina»

Ein Pilot von Iberia sorgt für diplomatische Verstimmung. Bei der Schlussdurchsage kündigte er statt der Landung am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv die Ankunft in Palästina an.

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War es ein Versprecher? War es Absicht? Was auch immer der Grund war; die Durchsage eines Kapitäns von Iberia kurz vor der Landung in Tel Aviv am Mittwoch (28. Oktober) empört viele Israeli. Zunächst kündigte er die Landung auf Spanisch an. «In Kürze landen wir in Tel Aviv, Palästina», sagte er. Passagiere berichten israelischen Medien, dass daraufhin ein erschrockenes Raunen durch die Reihen gefangen sei. Immerhin ist die Situation in dem Land derzeit besonders sehr angespannt. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und Attacken.

Bei der englischen Durchsage verzichtete der Pilot auf den Zusatz und sagte einfach, man werde gleich in Tel Aviv landen. Das Wort Israel benutzte er aber nicht. «Das ist furchtbar und eine schreckliche Beleidigung», berichtet ein Passagier Times of Israel. Prompt schickte ein Reisender denn auch einen Beschwerdebrief an Iberia.

Iberia hat Untersuchung eingeleitet

Iberia hat sich inzwischen entschuldigt. Der Pilot habe bei der Durchsage einfach einen Fehler gemacht, den man bei der erneuten Durchsage auf Englisch «korrigiert» habe. Den israelischen Passagieren reichte das aber nicht – weil er eben das Land Israel in der Durchsage nicht nannte. Selbst auf diplomatischem Weg intervenierte Israel in Madrid.

Iberia führt nun Gespräche mit der Crew des Fluges durch, um Details über den Vorfall zu erfahren. Man habe eine interne Untersuchung eingeleitet, heißt es weiter. «Der Kapitän wird in naher Zukunft erst einmal nicht mehr nach Tel Aviv fliegen.»

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