Die Diskussion um die Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland könnte unerwartete Folgen haben, zumindest aus Sicht der Luftrettungsunternehmen. ADAC Luftrettung, DRF Luftrettung und Johanniter Luftrettung warnen, dass geplante Einschnitte die Versorgung aus der Luft unter Druck setzen könnten. Im schlimmsten Fall gehe es nicht nur um Strukturen, sondern um wertvolle Zeit.
Auslöser ist ein Gesetzentwurf zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge in der Bundesrepublik. Er sieht vor, Kostensteigerungen stärker zu begrenzen und an die allgemeine Lohnentwicklung zu koppeln. Genau hier setzen die Luftrettungsunternehmen mit ihrer Kritik an. Die Rettung funktioniere anders als viele andere Bereiche im Gesundheitswesen. Sie sei auf hoch spezialisiertes Personal angewiesen und müsse rund um die Uhr verfügbar sein – unabhängig davon, wie sich Durchschnittslöhne entwickeln.
Hubschrauber werden über Jahrzehnte abgeschrieben
Die Organisationen verweisen zudem auf wachsende Anforderungen. Durch Veränderungen in der Krankenhauslandschaft dürften Transporte zwischen Kliniken zunehmen, oft per Hubschrauber. Schon heute rücken die drei Anbieter jährlich zu rund 90.000 Einsätzen aus.