A380: HNA Group will nicht mehr.

A380-Order in Gefahr

Die chinesische Airline-Gruppe HNA will 10 Superjumbos von Airbus abbestellen. Und stattdessen durch Übernahmen im Ausland wachsen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

3,8 Milliarden Dollar beträgt der Listenpreis der Bestellung, die auf dem Spiel steht. Chen Feng, Vorsitzender der HNA-Group, überlegt, die Order über 10 A380 bei Airbus zu stornieren. Man befinde sich in entsprechenden Gesprächen mit dem Produzenten. Gedacht waren die Flieger für die Tochter Hong Kong Airlines. Schon einmal war die Bestellung in Gefahr. Im Frühjahr dieses Jahres aber war der Grund der Streit um neue Emmissions-Regeln der EU, gegen die China sich wehren wollte. Nun, so Chen, sei der Grund aber das schwache wirtschaftliche Umfeld.

«Der A380 ist ein so großes Flugzeug – wer hat schon in Zeiten wie diesen die Kraft, zehn Stück davon zu kaufen», sagte Chen gemäß der Nachrichtenagentur Reuters bei einem Kongress der chinesischen Kommunistischen Partei in Peking am Freitag. Als man die Flieger bestellt habe, sei die gesamtwirtschaftliche Lage eine ganz andere gewesen. Damals habe alles rosig ausgesehen, nun stelle sich die HNA Group auf eine längere Periode widriger Umstände ein.

Hong Kong Airlines mit Expansionsverbot

Das Übel hatte sich schon angekündigt. Die Luftfahrtbehörde Hong Kong Civil Aviation Department hat der Fluggesellschaft einen Kauf weiterer Flugzeugtypen vorerst verboten, wie im August dieses Jahres bekannt wurde. «Nach dem sehr schnellen Flottenwachstum in den vergangenen Jahren ist es unsere Überzeugung, dass Hong Kong Airlines sich erst einmal auf die aktuelle Größe konzentrieren muss und ihren Betrieb auf eine solide Basis stellen muss», hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

Insofern dürfte Airbus mit den Problemen vielleicht schon gerechnet haben. Eigentlich hatten die zehn von HNA bestellten Superjumbos schon 2015 zur Flotte der schwächelnden Fluglinie stoßen sollen. Doch auch wenn man weiter Wachstum plane – so bald könne man das nicht realisieren, so Chen. In den kommenden Wochen werde man die Ergebnisse der Gespräche mit Airbus bekannt geben.

Im Ausland zukaufen

Expandieren wolle man nun erst einmal durch Akquisitionen im Ausland, heißt es. Erst kürzlich hatte die HNA Group einen 48-Prozent-Anteil an Frankreichs zweitgrößter Airline Aigle Azur gekauft. Zwar spezifizierte Chen nicht, ob man sich schon mit anderen im Gespräch befinde, doch der Weg nach Übersee sei nötig. «So viele Chinesen reisen nach Europa», so Chen gemäß der Zeitung China Daily. Da müsse man in den Markt einsteigen. «Und das geht eben am besten durch Übernahmen.»

Mehr zum Thema

Tragflächen-Produktion bei Airbus in Broughton: Für den A321 Neo liegen viele Bestellungen vor.

Airbus investiert in ehemalige A380-Flügelfertigung, um A321-Produktion hochzufahren

Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Neuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Airbus A380 von Qantas: Nicht mehr so lange unterwegs wie gedacht.

Qantas schickt den Airbus A380 vier Jahre früher in Rente – während andere länger an ihm festhalten

Der Airbus A380 im Flightlab-Design beim tiefen Überflug: Ein Triebwerk wird ausgetauscht werden.

Airbus A380 präsentiert seine neue Lackierung bei tiefem Überflug - bevor er seine neue Aufgabe übernimmt

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg