Hoher KerosinverbrauchHawaiian Airlines darf Passagiere wiegen

Hawaiian Airlines wiegt Passagiere auf Flügen zwischen Honolulu und Pago Pago. So versucht die Airline Kerosin zu sparen. Einige Reisende hielten das für diskriminierend und klagten - erfolglos.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es begann mit einer statistischen Anomalie. Hawaiian Airlines stellte vor einigen Monaten fest, dass der Flug von Honolulu nach Pago Pago in Amerikanisch-Samoa deutlich mehr Kerosin verbrauchte als geplant. Um der Sache auf den Grund zu gehen, bat die Fluggesellschaft die Passagiere auf der Strecke, sich vor dem Einsteigen wiegen zu lassen.

Das Ergebnis des sechsmonatigen Tests war klar: Die Passagiere zwischen Honolulu und Pago Pago und ihr Handgepäck waren im Schnitt 13,5 Kilogramm schwerer als übliche Reisende. Hawaiian Airlines beschloss deshalb, die Passagiere vor dem Flug an beiden Flughäfen weiterhin auf die Waage zu stellen. Danach wurden sie so im Flugzeug verteilt, dass das Gewicht gleichmäßiger verteilt war. So konnte man den Treibstoffverbrauch senken.

Diskriminierende Praxis?

Doch das passte nicht allen. Gewisse Passagiere hielten das Vorgehen von Hawaiian Airlines für diskriminierend. Die Fluglinie wiege Reisende ja nur auf der Strecke zwischen Amerikanisch-Samoa und Hawaii. «Sie sagen damit, Samoaner seien übergewichtig», so ein Reisender zur Nachrichtenagentur AP. Es seien vor allem Bewohner des Inselterritoriums die diesen Flug benutzen.

Die Praxis brachte Hawaiian Airlines denn auch eine Untersuchung durch das amerikanische Transportministerium ein. Doch das ließ die Praxis zu. Und deshalb darf die Fluggesellschaft nun zwischen Honolulu nach Pago Pago die Fluggäste wieder wiegen.

Es gibt Vorbilder

Dass Passagiere gewogen werden, ist keine Neuheit. Vor Hawaiian Airlines auf der einen Strecke führte Uzbekistan Airways vergangenes Jahr ein generelles Wiegen ein. So will die Fluggesellschaft die Sicherheit erhöhen. Weiter geht Samoa Air. Wer mit der Fluglinie fliegt, muss bei der Buchung neben seinen persönlichen Angaben auch sein Gewicht und das seines Gepäcks schätzen. Auf dieser Basis wird dann der Flugpreis berechnet.

Statistisch gesehen ist der Befund von Hawaiian Airlines übrigens nicht überraschend. Amerikanisch-Samoa ist das Land mit den meisten übergewichtigen Menschen. 75 Prozent der Bevölkerung sind zu schwer.

Mehr zum Thema

Frau auf Waage: Die Kreditkartenfirma kennt ihr Gewicht auch.

Fluggesellschaft wiegt Passagiere vor dem Start

Übergewichtiger Passagier: Muss bei Samoa Air mehr zahlen.

Schwere Passagiere zahlen mehr

ticker-usa

New York-JFK, Orlando und auch Oakland: USA stellen 1,776 Milliarden Dollar für Flughafenausbau bereit

Boeing 707 von Lufthansa: Damit flog die Fluglinie in den 1960ern in die USA - war dort aber wenig bekannt.

Als Lufthansa beschloss, der Rote Baron zu sein

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies