Airbus A330 von Air Asia X: Die Fluggesellschaft kämpft ums Überleben.

Großkunde des Airbus A330 NeoAir Asia X: «Uns ist das Geld ausgegangen»

Der Langstrecken-Billigairline will mit frischem Geld und einer Schrumpfung ihr Überleben sichern. Die Schieflage von Air Asia X ist schlechte Kunde für Airbus.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Air Asia X tut das, was viele für den direkten Weg in die Pleite halten. Sie bietet als Billigairline ausschließlich Langstreckenflüge an. Bisher behielten die Kritiker recht. Nur in zwei der vergangenen zehn Jahre konnte das malaysische Unternehmen Gewinn erwirtschaften.

Die Corona-Krise hat die Lage noch verschlimmert. 855 Millionen Ringgit oder umgerechnet 176 Millionen Euro Verlust wies Air Asia X für das erste Halbjahr aus. Zugleich türmen sich inzwischen hohe Schulden von 64 Milliarden Ringgit auf. Zwei Milliarden davon werden kurzfristig fällig.

Aktionäre und Gläubiger müssen auf Geld verzichten

Zurückzahlen kann Air Asia X das Geld nicht, wie Lim Kian Onn der Zeitung The Star verriet. Er ist im Aufsichtsrat für die Sanierung von Air Asia X zuständig. «Uns ist das Geld ausgegangen.»

Er versucht deshalb, mit den Geldgebern eine Lösung zu finden. Die Aktionäre - 48 Prozent des Unternehmens gehört der Firma Aero Ventures von Air-Asia-Gründer Tony Fernandes und einer Zahl von Geschäftsfreunden, je 16 Prozent gehören Air Asia und der Virgin Group – verlieren dabei wohl ihren Einsatz. Die anderen Gläubiger wie Banken und Lieferanten  werden wohl einen Großteil ihrer Guthaben abschreiben müssen.

Flotte von Air Asia X wird schrumpfen

Damit man frisches Geld erhalte, müssten die bestehende Aktionäre Geld einschießen, so Lim Kian Onn. Er ist aber zuversichtlich, dass er dieses Ziel erreichen kann. Rund 500 Millionen Ringgit braucht Air Asia X für den Neustart nach der langen Corona-Pause, der frühestens im kommenden Frühjahr stattfinden wird, wie der Aufsichtsrat weiter verriet.

Zuerst wolle Air Asia X sich dann auf mittellange Flüge in Asien konzentrieren, so Lim Kian Onn. In den ersten drei Jahren werde man die Flotte deshalb merklich schrumpfen. 39 Airbus A330 betreibt die Fluggesellschaft zusammen mit ihren Ablegern in Thailand und Indonesien derzeit.

Großkunde des Airbus A330 Neo

Das Geschehen wird man auch in Toulouse eng verfolgen. Denn Air Asia X ist ein Großkunde. Nicht weniger als 76 noch nicht ausgelieferte Exemplare des A330 Neo stehen derzeit in den Orderbüchern des europäischen Herstellers. Hinzu kommen 30 Airbus A321 Neo und zehn A350.

Mehr zum Thema

BOC Aviation verklagt Air Asia X

BOC Aviation verklagt Air Asia X

«Wir haben 66 A330 Neo bestellt. Wir brauchen wirklich mehr», <a href="https://www.aerotelegraph.com/air-asia-hat-lust-auf-mehr-a321-neo-und-a330-neo" target="_blank" rel="noopener">twitterte Air-Asia-Chef Tony Fernandes</a> Anfang Juli. Jetzt ist klar: Der Langstreckenableger Air Asia X ordert 34 A330-900 Neo, wie Airbus bekannt gab. (19. Juli)

Luftfahrtbehörde der USA bremst Air Asia X aus

Der erste A330 Neo von Air Asia X geht an den thailändischen Ableger.

Air Asia X hat ersten Airbus A330 Neo

Air Asia: Die Regierung bereitet sich offenbar auch auf ein weiteres Schrumpfen vor.

Air Asia in finanzieller Not - Regierung spielt bereits den Ernstfall durch

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg