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Grosse Premiere in Bagdad

Erstmals fliegt wieder eine Fluggesellschaft regelmässig von Europa in die irakische Hauptstadt. Andere Anbieter sind noch skeptischer.

Thomas Hartwell, USAID

Der Flughafen Bagdad: Wieder offen fürs Geschäfte.

21 Jahre lang ging auf der Strecke nichts mehr. Nach dem Ausbruch des ersten Golfkrieges, als der Irak in Kuwait einmarschierte, stellte Austrian Airlines die Verbindung von Wien nach Bagdad ein. Und sie wurde danach nie mehr in Betrieb genommen, weil die Sanktionen gegen das Saddam-Regime keine Geschäfte mit dem ölreichen Land erlaubten. Nun erachten die Österreicher die Zeit für reif, die alte Strecke wieder regelmässig zu bedienen. Am Mittwoch (8. Juni 2011) ist die erste Maschine der Lufthansa-Tochter in der irakischen Hauptstadt gelandet.

Austrian Airlines hofft vor allem auf Geschäftsleute als Passagiere, die am Aufbau es Iraks beteiligt sind. Vorerst wird Bagdad ab Wien drei mal wöchentlich am Mittwoch, Freitag und Sonntag mit einer A320 angeflogen (Flugnummer OS 827/8). Die Österreicher sind die ersten, welche wieder Linienflüge von Europa aus nach Bagdad anbieten. Bis jetzt fliegen vor allem Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten regelmässig in die irakische Hauptstadt. Die Charteranbieter Al-Naser Airlines, Fly Hellas und Europe Airost fliegen auftragsmässig nach Bagdad.

Pläne verworfen

Andere Carrier meldeten zwar schon ihr Interesse an – setzten aber die Pläne bislang nie in die Tat um. Luthansa wollte schon im letzte Herbst starten, hat die Idee aber auf Eis gelegt, weil man die Nachfrage für zu gering hält. Auch die französische Aigle Azur kündigte bereits einen regelmässigen Dienst an, hat die Pläne aber sistiert. Austrian bedient bereits sechs Mal wöchentlich das nordirakische Erbil, wohin auch andere europäische Airlines wie Lufthansa, Air Berlin und Germania fliegen.



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