Letzte Aktualisierung: um 23:40 Uhr

747 Supertanker

Größtes Löschflugzeug der Welt steht zum Verkauf

Die Investoren drehen dem weltgrößten Löschflugzeug den Geldhahn zu. Ob die 747 Supertanker jemals wieder Feuer bekämpft, ist ungewiss.

Einst war sie eine normale Boeing 747-400 von Japan Airlines mit Platz für 394 Passagiere. Heute ist der bald 30 Jahre alte Jumbo-Jet das größte Löschflugzeug der Welt. Allerdings droht dem speziellen Jumbo-Jet mit dem Kennzeichen N744ST nun das Aus.

Die Investorengruppe, der das Flugzeug gehört, hat entschieden, den Betrieb einzustellen. Darüber informierte gemäß dem Magazin Fire Aviation der Chef des Betreibers Global Supertanker Services, Dan Reese, die Regierung der USA sowie die Bundesstaaten Colorado, Oregon und Washington in einem Brief. Die Nachricht der Investoren sei «extrem enttäuschend», erklärte er, da der riesige Löschflieger erst im vergangenen Winter mit einem neuen digitalen Abwurfsystem und anderen Upgrades ausgestattet worden sei.

Mit Abstand die Nummer eins

Reese sagt weiter, es gebe Verhandlungen mit potenziellen Käufern. Ob der 747-Supertanker aber als Löschflugzeug im Einsatz bleibt oder womöglich zum Frachter wird, ist unklar. Die meisten Mitarbeiter wurden beurlaubt, zumindest bis das Schicksal des Fliegers bekannt ist.

Das Flugzeug mit dem Taufnamen Spirit of John Muir hatte bei seiner Einführung eine Löschmittelkapazität von mehr als 75.700 Litern, darf mittlerweile aber nur noch 66.200 Liter einsetzen. Zum Vergleich: Die Nummer zwei, die russische Ilyushin Il-76, bringt es gerade mal auf 43.800 Liter. Auch die McDonnell Douglas DC-10 hat laut Fire Aviation solch eine Kapazität, darf in den USA aber nur noch 35.600 Liter Löschmittel laden.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.