Embraer 190 in den Farben von Greenland Express: Eine weitere Expansion, etwa nach Island, dürfte erstmal vom Tisch sein.

Wer ist Schuld?Greenland Express in der Krise

Vor nicht einmal zwei Monaten nahm Greenland Express seinen Betrieb auf - und ist schon in Schwierigkeiten. Die Schuld schiebt die Airline anderen zu.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Greenland Express benötigt dringend neues Kapital. Nach Verspätungen und sogar Flugannullierungen musste die junge Airline etwa 840'000 Dollar für Rückerstattungen und Umbuchungen aufwenden. Grund dafür sind offenbar Betriebsprobleme - und die hat Greenland Express nicht selbst verschuldet, sagt Airline-Chef Gert Brask.

Schuld sei vielmehr das Leasingunternehmen Denim Air, von dem Greenland Express eine Fokker 100 inklusive Crew gemietet hat, und das hat offenbar Probleme ausreichend Personal zu finden. «Denim Air macht es wieder und wieder und ich muss dafür zahlen», erboste sich Brask. «Ich kann nicht immer neues Geld finden, wenn es weitere Flugannullierungen geben wird.»

Todesdrohungen erhalten

Er habe sogar bereits Todesdrohungen erhalten, erklärte Brask weiter. Doch er werde nicht aufgeben. «Ich werde immer mein Bestes geben, damit die Passagiere zufrieden sind.» Denim-Air-Chef Ronald Janssen widersprach Brasks Darstellung bei ch-aviation: «Der Grund für den Personalmangel bei Denim war die nicht ausreichende Finanzierung von Greenland Express seit deren Start.»

Alle Probleme ließen sich darauf zurückführen, dass die Airline unterfinanziert sei. «Und trotz der mangelhaften Finanzierung hat Demin Greenland Express immer unterstützt und wird dies auch weiterhin tun, denn wir glauben an dieses Projekt, auch wenn andere daran zweifeln.»

Verbindungen zwischen Dänemark und Grönland

Greenland Express wurde 2013 als virtuelle Airline gegründet. Das grönländisch-dänische Unternehmen startete am 17. Juni 2014 seinen ersten Flug und verbindet mehrere Orte in Grönland und Dänemark. Dabei wird eine Fokker 100 eingesetzt, die Platz für 100 Passagiere bietet.

Mehr zum Thema

Superjet 100: Greenland Express setzt nun auf die russischen Flieger.

Greenland Express beschafft sich Superjets

Neuanfang für Greenland Express: Die grönländische Airline will künftig mit Airbus 320 fliegen.

Greenland Express gibt nicht auf

Embraer 190 in den Farben von Greenland Express: Kampf gegen hohe Ticketpreise.

Airline-Fusion im hohen Norden

Airbus A318 in den Farben von Greenland Express: Kleine Kapazität.

Von Grönland nach Deutschland

Video

Bildschirmfoto 2026-02-16 um 095023
Nach 16 Jahren im Dienst hat der Flugzeugbauer sein letztes Dreamliner-Testflugzeug ausgemustert. Die Boeing 787-8 sollte ursprünglich einen anderen Zweck bekommen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies