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Flugdatenschreiber und Details über Kopiloten

Neue Fakten über Flug 4U9525

Die Ermittler haben den zweiten Teil der Blackbox des abgestürzten Germanwings-Airbus A320 in den Alpen gefunden. Außerdem wurde der Tablet-Computer des Kopiloten ausgewertet.

BEA

Blackbox: Das Gehäuse war stark beschädigt.

Jetzt ist es bestätigt: Die Ermittler haben den Flugdatenschreiber von Germanwings-Flug 4U9525 gefunden. Damit ist die Blackbox komplett. Den ersten Teil, den Stimmenrekorder aus dem Cockpit, hatten die Ermittler schon direkt nach dem Absturz gesichert. Vom Flugdatenschreiber erhofft man sich nun Klarheit über die genauen technischen Parameter des Unglücksfluges. Das Gerät zeichnet Daten wie Höhe, Geschwindigkeit, Kurs, Neigungswinkel oder Triebwerksdaten auf.

Auch die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft informierte am Donnerstag (26. März) die Öffentlichkeit über den neusten Ermittlungsstand. Demnach hat sich der Kopilot, der den Airbus A320 offenbar absichtlich zerschellen ließ, vor dem Absturz über Selbstmord informiert. Es sei um Umsetzungsmöglichkeiten der Selbsttötung gegangen. Das habe man bei der Auswertung des Tablet-Computers des Kopiloten herausgefunden, so die Behörde.

Auch über Cockpittür informiert

Außerdem habe er sich über die Sicherheitsmechanismen der Cockpittüren informiert. Diese Informationen bestätigen die bisherigen Erkenntnisse nach der Auswertung des Stimmenrekorders aus dem Cockpit. Diese hatte ergeben, dass der Kapitän bewusst aus dem Cockpit ausgeschlossen wurde, indem von innen der Schließschalter der Cockpittür betätigt wurde. Danach hat der Kopilot bewusst den Autopiloten auf die niedrigste Höhe eingestellt und einen Sinkflug eingeleitet.



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