Le BourgetMehr als 70 Bestellungen für Überschalljet Boom

Nicht nur Boeing und Airbus präsentieren auf der Luftfahrtmesse von Le Bourget ihre Aufträge. Auch der Überschallflieger Boom kommt bei den Airlines gut an.

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Luftfahrt

Die Passagiere in Überschallgeschwindigkeit in 3 Stunden und 15 Minuten von New York nach Frankfurt fliegen - dieser Gedanke scheint Fluggesellschaften zu gefallen. Fünf Airlines stehen mittlerweile schon im Orderbuch von Boom Supersonic. Sie wollen insgesamt 76 Flugzeuge kaufen, wie die US-Firma auf der Luftfahrtmesse von Le Bourget bekannt gab. 10 Flieger davon sollen an die Virgin Group gehen, die Namen der anderen vier Interessenten behält Boom bisher für sich.

Fertig ist die Passagiermaschine allerdings noch lange nicht. Und selbst die nur ein Drittel so große Testmaschine XB-1 soll erst 2018 zum ersten Mal abheben. Zumindest ist der Designprozess bei der XB-1, die mit Triebwerken von General Electric unterwegs sein wird, laut Boom Supersonic nun aber abgeschlossen.

Änderungen am Design

Dabei habe man einige Änderungen vorgenommen, etwa einen dritten Einlauf am Heck hinzugefügt, der das Antriebssystem stabiler und das Flugzeug leistungsfähiger und sicherer mache, so das Start-up. Außerdem habe man das Design des Leitwerks weiterentwickelt, um die Leistung bei Seitenwind zu erhöhen.

Eine weitere Neuerung, die Boom-Chef Blake Scholl auf der Luftfahrtschau bekannt gab, ist eine alternative Klasseneinteilung für die Passagiermaschine: War bisher stets von 55 Sitzen in einer Klasse die Rede, stellte er nun auch eine Zwei-Klassen-Einteilung in Aussicht mit insgesamt 45 Plätzen in First Class und Business Class. Scholl sagte gegenüber Aviation International News auch, dass man bereits Informationen mit der US-Luftfahrtbehörde FAA austausche bezüglich der Zertifizierung.

41 Millionen Dollar

Um den Concorde-Nachfolger zu realisieren, hatte das Unternehmen in einer ersten Finanzierungsrunde bis Ende März 33 Millionen Dollar bei Investmentfirmen und Einzelinvestoren eingesammelt. In Le Bourget sprach Scholl nun von mittlerweile 41 Millionen Dollar an finanziellen Mitteln.

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