Die Fokker 70 bei ihrem Abschied aus den Niederlanden.

Fokker 70 PH-KBXEhemaliger Regierungsjet der Niederlande steht wieder zum Verkauf

Vor sieben Jahren verkaufte die Regierung der Niederlande ihren Regierungsjet. Die Fokker 70 sollte fortan VIPs in Australien befördern. Doch bei Alliance Airlines war sie unterbeschäftigt. Jetzt steht sie wieder zum Verkauf.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Früher hießen die Passagiere Beatrix Wilhelmina Armgard von Oranien-Nassau (besser bekannt als Königin Beatrix), Ruud Lubbers, Wim Kok, Jan Peter Balkenende oder Mark Rutte. Doch 2017 legte die Niederlande ihren Regierungsjet still, der eine weiß-orange Lackierung und das Kennzeichen PH-KBX getragen hatte. Die Fokker 70 wurde nach rund 6300 Flügen und 8500 Flugstunden verkauft.

Für rund 3,7 Millionen Euro erstand Alliance Airlines das Flugzeug mit VIP-INterieur und Jahrgang 1996. Am 7. August 2017 kam es nach mehreren Zwischenstopps in Australien an. Neun Monate später schon nahm die Regionalairline die Fokker 70 in Betrieb. Ihr erster Flug Down Under führte von Brisbane nach Gold Coast. Der einstige niederländische Regierungsjet trug jetzt das Kennzeichen VH-KBX.

«Erhebliche Marktlücke für Flugzeuge, in denen man stehen kann»

Alliance Airlines nutzte die Fokker 70 als Privatjet für ihre VIP-Kundschaft. «In diesem Flugzeug ist mehr Platz als in jedem anderen Charterflugzeug, das in Australien geflogen wird», sagte Chef Scott McMillan anlässlich des ersten Fluges der Zeitung Brisbane Times. Es gebe im Land eine erhebliche Marktlücke für Flugzeuge, in denen man stehen und herumlaufen könne.

Doch wirklich groß bechäftigt war sie nicht. Ende 2022 legte die Fluglinie sie still. Sie hatte bis dahin nur rund 300 zusätzliche Flüge und 450 zusätzliche Flugstunden angesammelt, wie Daten des Luftfahrtdatenanbieters CH Aviation zeigen. Deshalb schrieb die Fluggesellschaft den Jet jetzt zum Verkauf aus, wie die Portal Upinthesky und Luchtvaartnieuws berichten.

In Niederlanden durch Boeing 737 ersetzt

Alliance Airlines mustert ihre Fokker 70 und Fokker 100 nach und nach aus. Die Regionalairline ersetzt sie durch die Embraer 190. Vom niederländischen Regionaljet besitzt sie noch 39 Exemplare, vom brasilianischen bereits 37 und weitere 28 kommen noch hinzu.

Die Niederlande haben die Fokker 70 PH-KBX (die Abkürzung KBX stand für Königin Beatrix) durch eine Boeing 737-700 ersetzt. An ihrem Steuer sitzt manchmal König Willem-Alexander, der eine Berufspilotenlizenz besitzt. Bereits in der Fokker 70 hatte er manchmal im Cockpit gesessen. Der neue Regierungsjet trägt das Kennzeichen PH-GOV.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Fotos der Fokker 70 und ihrer Kabine. Ein Klick aufs Bild öffnet die Galerie im Großformat.

Mehr zum Thema

ticker-australien

Australien erhält zweiten MC-55-Aufklärungsjet

ticker-australien

Rückholflüge: Australien entsendet Boeing C-17A Globemaster und Airbus KC-30A MRTT in den Nahen Osten

A350 von Finnair: Die Finnen nehmen Kurs auf Australien.

Finnair kündigt 15.200 Kilometer lange Route nach Australien an

Ballon in der Luft: Ballonfahren ist noch gefährlicher als fliegen in Kleinflugzeugen.

Warum Ballonfahrten gefährlicher sind als Flüge im Flugzeug oder Hubschrauber

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies