Die Boeing 727 EP-ASB auf ihrem letzten Flug am 13. Januar 2019: Iran Aseman erhielt den Jet 1994.

Iran AsemanDer letzte Passagierflug einer Boeing 727

Rund 55 Jahre lang beförderte die Boeing 727 Reisende. Jetzt stellte mit Iran Aseman die letzte Fluggesellschaft ihre regulären Passagierflüge mit dem Flugzeugtyp ein.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Erinnern Sie sich an die Goombay Dance Band? Die Musiker aus Norderstedt in Schleswig-Holstein belegten mit ihrem Song «Sun of Jamaica» gerade den ersten Platz der deutschen Hitparade, als die Boeing 727-200 mit der Seriennummer 22082 am 27. März 1980 ihren Erstflug absolvierte. Und die Band war auch noch immer topplatziert, als die Boeing 727 am 11. April an Air France ausgeliefert wurde.

Während die Goombay Dance Band weitgehend in Vergessenheit geriet, war dem Dreistrahler ein langes Leben beschert. 14 Jahre flog er für die französische Fluggesellschaft, bevor er 1994 an Iran Aseman Airlines überging. Dort beförderte er in der Folge mit dem Kennzeichen EP-ASB weiterhin Passagiere durch die Lüfte, zuletzt auf inländischen Strecken.

Insgesamt 1831 Exemplare gebaut

Jetzt aber hat der Jet seinen allerletzten Flug mit Passagieren absolviert. Am 13. Januar steuerte er von Zahedan nach Teheran, wie lokale Medien berichten. Damit ist die Ära der 727 als Passagierflugzeug wohl endgültig vorbei. Iran Aseman setzte den Flugzeugtyp als letzte Airline regulär ein.

Die 727 flog war am 6. Februar 1963 zum ersten Mal geflogen. Insgesamt baute Boeing 1831 Exemplare des Kurz- und Mittelstreckenfliegers. Zwei Drittel der Bestellungen gingen auf das Konto der 727-200. Auch Lufthansa setzte auf das Modell. Die deutsche Fluggesellschaft kaufte 27 Boeing 727-100 und 17 727-200.

Viele Entführungen

Das Erfolgsmodell von Boeing war in 349 Unfälle verwickelt. Dabei kam es 101 Mal zu einem Totalschaden und insgesamt 3865 Toten. Auch entführt wurden die 727 oft, Aviation Safety Network zählt 182 Vorfälle mit 90 Todesopfern. Das liegt vor allem an ihrer Blütezeit in den Siebziger- und Achtzigerjahren, als der Terrorismus gerade auch in Europa grassierte. Heute fliegen 727 oftmals noch als Frachtmaschinen oder sind für Spezialaufträge unterwegs, etwa zur Bekämpfung von Ölkatastrophen.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen aus der Geschichte der 727.

Mehr zum Thema

Die N844AA als sie noch in den USA geparkt war: Die Boeing 727 blieb bis heute unauffindbar.

Die Boeing 727, die spurlos verschwand

Die letzte Landung der ersten Boeing 727

Die letzte Landung der ersten Boeing 727

Die britische <a href="https://www.aerotelegraph.com/mit-einer-boeing-727-gegen-oelkatastrophen">Oil Spill Response Limited wird mit ihrer Boeing 727</a> aktiv, wenn es irgendwo zu einer Naturkatastrophe kommt - etwa einer Ölpest.

Mit einer Boeing 727 gegen Ölkatastrophen

Die HZ-AKJ, hier zu sehen 2005 in Frankfurt: Fliegt die Boeing 777-200 künftig im Iran?

Iran beschafft sich mehrere Boeing 777 - und Ex-Betreiberin Saudia distanziert sich

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin