Swiss-Lounge in Zürich: Business- und Firstclass-Passagiere finden hier sogar eigene Zimmer mit Betten.

Airlines möbeln ihre Lounges auf

Fluggesellschaften pumpen wieder Geld in ihre Aufenthaltsräume, um die begehrten Business- und First Class-Passagiere zu ködern.

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Überfüllte Sitzgelegenheiten, keine Strombuchsen, ungenießbares Essen und langsames W-Lan: Viele Business-Reisende sind von den Flughafen-Lounges der Fluggesellschaften inzwischen ziemlich enttäuscht. Doch nach einer Phase des Stillstandes und der Einsparungen reagieren die Airlines. Sie investieren wieder in ihre Aufenthaltsräume am Boden. Alleine Lufthansa eröffnete in den letzten drei Jahren zehn neue Lounges und renovierte fünf weitere. Anfang April hat auch ihre Tochter Swiss an ihrer Basis in Zürich eine brandneue Arrival Lounge eröffnet. Die Reisenden der besseren Buchungsklassen sollen dort nach Ankunft duschen, frühstücken oder arbeiten können. Sogar Betten in einem eigenen Zimmer stehen zur Verfügung. Auch British Airways hat in Newark letzte Woche eine neue Lounge eröffnet, zweimal so groß wie die bisherige, wie das Wirtschaftsportal Forbes schreibt.

Die eher klammen amerikanischen Gesellschaften wie American Airlines und Delta sehen im Lounge-Ausbau großes Potenzial, um die gut zahlenden Kundengruppen an sich zu binden. So hat Delta gemäß der Zeitung USA Today 30 Millionen Dollar investiert um neue Aufenthaltsräume zu eröffnen oder alte zu renovieren. «Lounges verstärken das Image einer Fluggesellschaft, sie sind ein Werkzeug um die Marke zu stärken. Oft sind diese Orte der erste Kontaktpunkt eines Passagiers zur Airline», saget Korean-Air Sprecherin Penny Pfaelzer dem Blatt. Die Airline plant eine Lounge der Superlative in Los Angeles. Schon jetzt werden die Räume der Airline am Flughafen Incheon in Seoul vom britischen Unternehmen Priority Pass als die beste Lounge in ganz Asien gehandelt.

Der erste Kontaktpunkt

Doch auch andere haben etwas zu bieten. Die Virgin Club Houses bieten neben einem reichhaltigem Menu auch Massagen an. Gegen einen kleinen Aufpreis von 20 Dollar sind Besuche beim Frisör oder Pedicure bei Virgin Atlantic im Angebot. Diese Anstrengungen zahlen sich aus. «Sobald wir ein neues Clubhaus eröffnen, verzeichnen wir einen Anstieg im Verkauf der teureren Tickets», sagt Chris Rossi, Chef von Virgin Atantic Nordamerika. Inzwischen profitieren nicht mehr nur Geschäftsreisende von diesen Angeboten. Dank Meilenprogrammen, Kredit- oder Mitgliedskarten öffnen sich die Türen der Lounges auch für Economy-Passagiere. Viele bieten Einzeleintritte an, welche in der Regel zwischen 25 und 50 Euro kosten.

Werfen Sie in unserer Bildergalerie einen Blick in ausgewählte Flughafen-Lounges.

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