Jet von Ryanair: Einer blieb gezwun­ge­ner­ma­ßen am Boden.

149 PassagiereFrankreich beschlagnahmt Ryanair-Flieger

Anstatt Richtung London abzuheben, blieben 149 Ryanair-Passagiere in Bordeaux am Boden. Ein Gerichtsvollzieher hatte das Flugzeug stillgelegt.

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Hartes Durchgreifen am Flughafen Bordeaux: Ein Gerichtsvollzieher hat dort im Auftrag der französischen Behörden am frühen Donnerstagabend (8. November) ein Flugzeug von Ryanair beschlagnahmt. Die Maschine hätte eigentlich mit 149 Passagieren an Bord Richtung London Stansted abheben sollen, musste dann aber am Boden bleiben.

Wie französische Medien berichten, brachte der irische Billigflieger seine Kunden schließlich mit einer anderen Maschine ans Ziel - mit rund fünf Stunden Verspätung.

Unrechtmäßige Beihilfen

Der Grund für die Beschlagnahmung: Ryanair soll trotz wiederholter Aufforderungen nicht bereit gewesen sein, Beihilfen an das Département Charente vollständig zurückzuzahlen. Diese Beihilfen in Höhe von mehr als 950.000 Euro hatte die Airline laut dem Sender France 3 zwischen 2008 und 2010 erhalten, da sie eine Route zwischen dem Flughafen Angoulême-Cognac und London eröffnete. Im Jahr 2010 schlossen die Iren die Verbindung dann jedoch wieder, nachdem ihnen weitere Gelder in Höhe von 175.000 Euro versagt blieben, heißt es weiter. 2014 beurteilte die EU-Kommission die Beihilfen schließlich als unrechtmäßig.

Am Freitagnachmittag (9. November) berichtete France 3 dann, Ryanair habe die nun fällige Summe von 525.000 Euro mittlerweile bezahlt und die Boeing 737 zurückerhalten. «Das stillgelegte Flugzeug konnte am Freitag um 12.30 Uhr wieder abheben», so der Sender.

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