Welche Sitze die besten sind

[image1]«Hinten sind die eher günstigeren Plätze. Würden Sie mit einer Gruppe eine Reise im Heck empfehlen?», fragt Leser Azzedine Rouichi. Ein Linienpilot antwortet.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ich persönlich sehe überhaupt kein Problem damit, im Heck zu sitzen. Der Preisunterschied zwischen den hinteren und vorderen Plätzen ergibt sich wohl primär durch den Lärm der Triebwerke. Deshalb sind die Business-Sitze ganz vorne angebracht. Dort ist weniger laut. Außerdem ist man nach dem Flug auch schneller draußen. Aber bleiben wir mal in der Economy-Klasse. Es kommt darauf an, wie lange der Flug dauert.

Für einen 90-minütigen Flug ist es mir – wenn ich denn mal als Passagier reise — wirklich egal, wo ich sitze. Ab vier Stunden Flugzeit überlege ich mir allerdings langsam, ob ich nicht einen gut ausgewählten Platz kaufen will. Das heißt, er sollte wenn möglich vor den Triebwerken sein. Und wenn dies nicht möglich ist, bevorzuge ich einen Platz, der nicht gerade neben der Toilette ist. Schließlich sitze ich immer gerne am Fenster, damit ich runter zur Erde schauen kann. Die Kriterien sind allerdings sehr subjektiv. Ich kenne viele Leute, die einen Gang-Platz wünschen, damit sie immer spontan aufstehen können.

Viele unvorhersehbare Faktoren

Sind die hinteren Plätze sicherer im Falle eines Absturzes? Das weiß ich nicht. Und ich denke auch, dass das niemand so wirklich weiß. Denn im Falle eines Zwischenfalles gibt es unzählige unvorhersehbare Faktoren. Den Sicherheitsfaktor würde ich also bei der Sitzwahl nicht in Betracht ziehen. Vielmehr würde ich ihn bei der Airlines-Wahl miteinbeziehen. Und das heißt dann wohl, dass ich lieber etwas mehr für das Ticket bezahle, dafür auf die gute, solide Ausbildung der Piloten und Flugbegleiter zählen darf.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an pilot@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet. Dabei wird der Name des Einsenders veröffentlicht. Ein Recht auf Beantwortung besteht nicht

Mehr zum Thema

Economy-Passagierin: Ganz vorne muss sie künftig neu zahlen.

Lufthansa macht Sitzplatzreservierung teurer

Sitzplatzplan: Auch die Umbuchung übernimmt die Seite My Seat Finder.

Automatisch zum besten Sitz

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Mapflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin