Für schöneres Licht werden mit Sicherheit auch die grösseren Fenster sorgen: sie sind acht Zentimeter höher als bei anderen Flugzeugen.

Warum freie Sicht wichtig ist

«Warum müssen bei der Landung die Jalousien geöffnet sein?», fragt Leser Jörg Mayer. Ein Linienpilot antwortet.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

«Situational Awareness» ist das Stichwort - also die Wahrnehmung dessen, was um uns herum gerade geschieht. Fliegen wir über Wasser? Scheint die Sonne? Schneit es? Gibt es in der Nähe ein Gewitter? Sind wir schön auf der Piste gelandet? Verlieren wir Treibstoff? Raucht das Triebwerk? Spuckt es Feuer? Und im Fall einer Evakuierung: wo können wir raus? Um Antworten auf all das zu finden, muss man aus dem Fenster schauen. Und das gilt für die Crew ebenso wie für die Passagiere. Wir Piloten vertrauen unserer Kabinenbesatzung. Vor dem Start und vor der Landung melden sie uns «Cabin and galley secured». Das heißt, dass die Kabine für Start oder Landung bereit ist. Vor dieser Meldung müssen die Flugbegleiter eine lange Aufgabenliste abarbeiten. Und ein Punkt auf dieser Liste ist eben, dass die Jalousien geöffnet sein müssen.

Bei der zunehmenden Automatisierung im Luftverkehr stellen sich sicherlich Einige die Frage: Muss das sein? Die Antwort ist ja. Piloten haben zwar Instrumente, die alle Systeme genau überwachen. Aber es kann sein, dass ein Flugbegleiter hinten in der Kabine etwas sieht oder riecht, lange bevor unsere Instrumente das anzeigen würden. Die Flight Attendants sind daher wichtige Sensoren für Piloten. Ebenso wie die Passagiere. Auch diese können uns auf etwas Ungewöhnliches aufmerksam machen. Es gilt also für alle: wachsam sein. In den kritischen Phasen wie Start und Landung müssen deshalb die Rollläden geöffnet sein, damit die Cabin Crew ihre Aufmerksamkeit unter anderem auch nach draußen wenden kann.

Kabinenlicht dimmen

In der Nacht ist daher das Kabinenlicht ein weiterer Punkt auf der To-Do Liste. Es muss vor dem Start und vor der Landung gedimmt sein - Um die Augen der Passagiere und Crew an die Dunkelheit zu gewöhnen. Im Falle einer Evakuierung (in der Regel in schlechtem Licht) sehen dann alle Insassen besser. Die Augen brauchen um die 30 Minuten, bevor die Nachtsicht einsetzt. Aber verlieren kann man diese sehr schnell. Es genügt, einmal kurz ins helle Licht zu schauen, um das Nachtsehen sofort wieder zu verlieren.

Übrigens machen wir im Cockpit bei einem Gewitter genau das Gegenteil. Wir schalten das Licht im Cockpit ein, damit unsere Augen kein Nachtsehen entwickeln. Denn wenn ein Blitz einschlägt oder in der Nähe niedergeht, könnte dies unser Nachtsehen so stark blenden, dass man einige Zeit überhaupt nichts mehr sieht. Wenn die Augen ans Licht gewöhnt sind wirkt ein heller Blitz daher weniger störend.

[image2]Was Sie schon immer übers Fliegen wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Ein Pilot einer großen Fluglinie beantwortet exklusiv für aeroTELEGRAPH die Fragen der Leser. Er bleibt dabei anonym, um unabhängig antworten zu können. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an redaktion@aerotelegraph.com. Jede Woche wird eine der eingesandten Fragen beantwortet.

Mehr zum Thema

Die EU plant neue Regeln für Verkehrssuchmaschinen: Damit sollen mehr Reisende auf die Schiene gelockt werden.
<h1 class="article-header__title"></h1>

EU will, dass Flugsuchmaschinen auch Züge anzeigen

Ein Rollstuhlfahrender an einem Flughafen: Simulierende Reisende stellen Fluggsellschaften und Flughäfen vor Probleme.

Wenn 55 Gäste im Rollstuhl ein- und 30 von ihnen zu Fuß aussteigen

Koffer: Eine kleine, aber schnelle Reise am Flughafen.

So kommt der Koffer in den Flieger

Flugzeughotel mal anders

Flugzeughotel mal anders

Video

lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil