Hohe VerlusteVolga-Dnepr parkt zwei Antonov An-124

Die russische Frachtfluggesellschaft geht es nicht gut. Um Verluste zu reduzieren, entlässt Volga-Dnepr Mitarbeiter und legt zwei Flugzeuge still.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Noch im Sommer hatte Volga-Dnepr ehrgeizige Pläne. Am deutschen Drehkreuz Leipzig-Halle wollte der russische Frachtriese seine aktuell 20 wöchentlichen Flüge bis 2030 auf 50 vervielfachen. Nun geht es bei Volga-Dnepr eher in die andere Richtung.

Bis zu 100 Mitarbeiter werden entlassen, bestätigte Volga-Dnepr dem Portal The Loadstar. Zudem legt die Frachtfluglinie zwei ihrer zwölf Antonov An-124 vorübergehend still. Der Grund dafür sollen hohe Verluste sein.

Schulden angewachsen

Einen Betriebsverlust von etwa 100 Millionen Dollar hat Volga-Dnepr dieses Jahr angeblich eingeflogen, berichtet das Portal Cargo Forwarder mit Berufung auf Insider. Auch die Schulden sollen gestiegen sei, heißt es weiter. Laut dem Unternehmen ist die sinkende Nachfrage nach Frachtdienstleistungen der Grund für das verlustreiche Jahr. Schuld daran sind auch die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den Vereinigten Staaten.

Selber spricht Volga-Dnepr davon, dass es sich bei den Entlassungen und der Stilllegung von Fliegern um eine vorübergehende Maßnahme handelt. Mit ihnen bereite man sich auf eine «Rückkehr der Nachfrage» vor. Eine Sprecherin erklärt, dass das Parken der beiden An-124 zudem für die Ausrüstung mit Radar-Transpondern genutzt wird, die es künftig gesetzlich braucht.

Keine weiteren Entlassungen

Die Lage scheint für Volga-Dnepr dennoch ernst zu sein. Gegenüber The Loadstar sagte eine interne Quelle, bei der Tochter Air Bridge Cargo seien sogar 200 Arbeitsstellen gefährdet. Berichte über finanzielle Schwierigkeiten streitet Volga-Dnepr jedoch bisher entschieden ab. Ebenso verneint das Unternehmen weitere Entlassungspläne.

Bekannt ist jedoch, dass es zuletzt mehrere Kunden verloren hat. Bis Ende 2018 flog die Airline beispielsweise im Auftrag der deutschen Bundeswehr nach Afghanistan und Mali. Weil der Vertrag offenbar auf Druck der russischen Regierung nicht mehr verlängert wurde, entgehen Volga-Dnepr Millionen. Zudem verlor die Fluglinie Kunden, weil sie eine Zusammenarbeit mit Luftfahrtbrokern beendete.

Mehr zum Thema

Antonov An-124 von Volga-Dnepr: Ärger um die Frachtriesen.

Leipzig soll An-124 von Volga-Dnepr beschlagnahmen

Boeing 747 F der Volga-Dnepr-Tochter Air Bridge Cargo: Bald oft mit chinesischer Online-Fracht unterwegs.

Volga-Dnepr wird Airline von Onlineriese Alibaba

<span style="font-weight: 400;">Nachdem der deutsche Ableger der russischen Volga-Dnepr Group bereits im Mai Insolvenz anmelden musste, ereilte<a href="https://www.aerotelegraph.com/auch-britische-cargologic-air-ist-insolvent"> Ende November die britische Cargologic UK</a> dasselbe Schicksal. Die Airline wurde für zahlungsunfähig erklärt und liquidiert. Auch hier waren die Sanktionen gegen Russland Grund für das Ende der Frachtairline.</span>

Volga-Dnepr gründet neue deutsche Airline

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack