Boeing 747 von Air Bridge Cargo: Schweine an Bord.

Volga-Dnepr profitiertSchweine reisen im Jumbo-Jet über 10.000 Kilometer

Letztes Jahr hatte Volga-Dnepr noch finanzielle Probleme. Jetzt erlebt die russische Frachtarline einen Aufschwung - ausgerechnet dank Corona-Krise.

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Das vergangene Jahr war für die Volga-Dnepr Group kein gutes. Berichte über Zahlungsschwierigkeiten spielte der russische Frachtriese zwar herunter. Er gab aber zu, unter den schwierigen Marktbedingungen als Folge des Handelsstreits zwischen den USA und China zu leiden. Und er baute Stellen ab und legte Flugzeuge still.

Dieses Jahr sieht es ziemlich anders aus. Der Umsatz der Volga-Dnepr Group stieg in den ersten vier Monaten um 32 Prozent auf 630 Millionen Dollar. Auslöser des Aufschwungs ist ausgerechnet die Corona-Krise. «Die globale Luftfahrt durchlebt ihre bisher schwierigste Zeit, aber für Frachtunternehmen wie uns ist es eine Chance», erklärte Chef Alexey Isaykin der Nachrichtenagentur Bloomberg.

In Holzkisten an Bord einer Boeing 747

Nicht nur medizinische Güter transportierte Volga-Dnepr in den schwierigen Monaten. Auch lebende Tiere flogen mit der Airline. Man habe in den letzten Monaten mehr als 3000 Zuchtschweine von Frankreich nach China geflogen, wie Isaykin verriet. Sie reisten in Holzkisten an Bord einer Boeing 747 der Tochter Air Bridge Cargo die mehr als 10.000 Kilometer lange Strecke.

Die Frachtairline profitierte damit von einer Knappheit in China. Die Volksrepublik versucht beim Fleisch seit Jahren die Abhängigkeit vom Ausland zu verringern. Doch die mühsam aufgebauten eigenen Populationen wurden dieses Jahr von der afrikanischen Schweinepest heimgesucht und dadurch dezimiert. Hinzu kamen Beschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie.

Umsatz steigt markant

Nun beginnt das Land, sie wieder aufzubauen. Volga-Dnepr glaubt, den Umsatz dieses Jahr insgesamt um rund ein Drittel steigern zu können - auf über zwei Milliarden Dollar.

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