Warum Bordessen so schlecht ist

Die Geschmacksnerven sind nicht alleine schuld. Ein Physik-Professor erklärt, dass Airlines durchaus gutes Essen servieren könnten - und warum sie es nicht tun.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Egal, in welcher Klasse man reist. Bordessen wird wohl nie zu einem kulinarischen Höhenflug. Zwar gibt es besseres, schlechteres und schlicht nicht essbares Airline-Essen. Aber die Speisen wirklich gut zu machen, ist einfach nicht möglich. Das sagt der Physiker Jay Wacker von der amerikanischen Eliteuni Stanford in einem Gastbeitrag im Wirtschaftmagazin Forbes. Viele gängige Theorien schieben das auf die Geschmacksnerven, die in 10'000 Metern Höhe schlechter funktionieren. In der Höhe schmeckt man als hätte man Schnupfen.

Doch auch die Zubereitung ist gemäß Wacker schuld. «Stellen Sie sich vor, Sie müssen für 450 Menschen kochen und zum Servierzeitpunkt ist die nächste echte Küche zwei Stunden entfernt», so Wacker. Das Essen muss es also aushalten, lange Zeit warm gehalten zu werden. Gerade bei frischen Gerichten und Gemüse hat das zur Folge, dass Proteine und Vitamine sich schon lange verabschiedeten, wenn das Essen auf den Tisch kommt. Das ist auch der Grund, warum das warme Essen auf vielen Flügen schon derart kurz nach dem Start serviert wird, so der Professor.

Currys meist gut

Auf Transatlantik-Flügen ist das aber oft nicht möglich. «Da die Öfen schwach sind und zugepackt mit Hunderten Mahlzeiten, muss man aufpassen, dass nichts schlecht wird». Das schränkt die Auswahl an Lebensmitteln ein. Am besten, sind gemäß Wacker Eintöpfe, die ihren Geschmack nicht verlieren, wenn sie lange erhitzt werden.

Das erklärt auch, warum es zumindest asiatische Airlines oft noch schaffen, ihre Kunden zufrieden zu stellen. Sie servieren oft Currys, die sogar einigermaßen akzeptabel schmecken. Doch die exotischen Gewürze würden es durch den Auswahlprozess westlicher Fluggesellschaften nicht schaffen, so Wacker.

Frisch ist zu teuer

Natürlich wäre es möglich, das Essen auch an Bord so herzustellen, dass die anspruchsvollen Gäste zufrieden wären. Doch dabei würden die Kosten für ein einzelnes Essen an Bord um 100 Dollar ansteigen, so der Professor. Und das würde sich in den Ticketpreisen niederschlagen. «Und die meisten Passagiere verzichten dann eben doch lieber auf ein bisschen Luxus, wenn die Tickets billig sind.»

Mehr zum Thema

Kaffeebecher auf einem Flugzeugklapptisch: Einige Airlines verbieten jetzt das mitgebrachte Heißgetränk.

Wenn Airlines Passagiere mit Heißgetränk nicht an Bord lassen

Crew von Easyjet: Bringdienst für Essen zwei Tage getestet.

Easyjet-Crews tischen vor der Haustür auf - samt Trolley

Airbus A380 of Singapore Airlines: Dining inside the superjumbo.

Geparkter Airbus A380 wird zum Restaurant

Abendessen von Gate Gourmet: Billig abzugeben.

Gefrorene Bordmenüs für 1,50 Euro

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack