A321 Neo von Indigo: Zwei ausgemusterte Flugzeuge werden jetzt in Spanien zerlegt.

Ex-Indigo-JetsZwei knapp sechs Jahre alte Airbus A321 Neo werden verschrottet

Nach nur sechs Jahren im Dienst werden zwei Airbus A321 Neo in Spanien zerlegt. Grund ist der weltweite Mangel an Ersatzteilen, der Händlern hohe Gewinne verspricht.

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Ihre letzten kommerziellen Flüge fanden im Februar statt. Anschließend blieben die Flugzeuge für fast drei Monate in Delhi. Im Mai machten sich die beiden Airbus A321 Neo, die zuvor für Indigo unterwegs waren, dann auf den Weg nach Spanien. Nach einem Zwischenstopp in Istanbul erreichten sie ihr Ziel: den Flughafen von Castellon de la Plana.

Die rund dreieinhalb Stunden langen Flüge waren die letzten für die beiden Airbus A321 Neo mit den ehemaligen Kennungen VT-IUD und VT-IUE. Denn jetzt werden sie in der spanischen Wüste zerlegt. Was diese Flugzeuge besonders macht, ist ihr Alter: Sie sind erst knapp sechseinhalb Jahre alt. Ausgeliefert wurden sie 2019 an die indische Fluggesellschaft. Im Februar endete nach sechs Jahre der Leasingvertrag.

Als Ersatzteilspender deutlich mehr Wert

Neue Eigentümerin der beiden mit 222 Sitzen ausgestatteten Flugzeuge ist Setna. Das Unternehmen aus den USA ist auf den Vertrieb von Ersatzteilen für Verkehrsflugzeuge spezialisiert und hat den Kauf der Flugzeuge bekannt gegeben. Verkäufer war das Leasingunternehmen Deucalion Aviation. Ausgestattet sind die Airbus A321 Neo mit einem für hohes Gesamtgewicht ausgelegten Fahrwerk und dem Pratt & Whitney PW1133G-JM-Triebwerk.

Die Flugzeuge werden zerlegt, weil ihre Ersatzteile wertvoll sind. Weltweit gibt es einen Mangel an Ersatzteilen. Der Wert jedes Airbus A321 Neos wird auf über 43 Millionen Dollar geschätzt. Je nach Zustand der Triebwerke könnten die Ersatzteile zwischen 45 und 56,5 Millionen Dollar wert sein. Allein die Triebwerke könnten zwischen 15,2 und 21,4 Millionen Dollar einbringen.

Andere Airbus A320 Neo und A220 wurden auch schon zerlegt

Branchenexperten vermuten, dass Flugzeugbesitzer lieber sofortige Gewinne durch den Verkauf von Ersatzteilen erzielen, anstatt sich den Risiken langfristiger Leasinggeschäfte in einem unbeständigen Markt auszusetzen. Im April wurde bekannt, dass neben einem A320 Neo auch erstmalig ein A220 zerlegt wird.

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