Eine Fokker 100 der ehemaligen Swissair: Die Maschinen sind in die Jahre gekommen.

Streit um den Regierungsjet

Der Staatschef von Paraguay will ein Flugzeug. Doch seine Generäle legen sich quer, weil sie die Wahl des Modells für falsch halten.

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Fernando Lugo hat den kauf bereits abgesegnet. Der Präsident von Paraguay möchte in Brasilien eine Fokker 100 mit Baujahr 1997 kaufen. 7 Millionen Dollar soll der neue Regierungsjet kosten - inklusive Generalüberholung mit neuen Motoren, aufgefrischter Kabine, Ausbildung des Personals und Überführung nach Paraguay. Doch das Flugzeug steht noch immer in Brasilien. Denn das nötige Geld ist beim Wirtschaftsministerium blockiert, wie die paraguayanische Zeitung ABC in ihrer Onlineausgabe schreibt.

Hinter der Blockade stehen Kreise aus der Armee, die den Kauf für falsch halten. Sie wollen nun erst einen Techniker nach Brasilien entsenden, um die Flugtüchtigkeit der Fokker 100 zu überprüfen. Ex-Armeechef Heriberto Insaurralde kritisierte jedenfalls Ende September den Entscheid. «Dieses Flugzeug sollte 100 Prozent Sicherheit gewährleisten. Doch aufgrund seines Alters und weil es leicht mehr als 20'000 oder 25'000 Flugstunden auf dem Buckel hat, kann es das nicht mehr leisten» sagte er gemäß der Nachrichtenagentur Notimex. General Christ Jacobs entgegnete: «Das ist eine erneuerte Maschine, ausgerichtet auf regionale und interkontinentale Flüge mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis».

Schlechte Erfahrungen

Paraguay machte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Präsidentenmaschinen. Ex-Präsident Juan Carlos Wasmosy kaufte 1997 eine Boeing B707 für 5 Millionen Dollar. Zwei Jahre später unter seinem Nachfolger wurde der Jet als überflüssig erachtet. Verkaufen konnte man ihn aber nur noch für etwas weniger als 0,7 Millionen.

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