Die indonesische Fluggesellschaft Sky Aviation setzt trotz Unfall auf den Sukhoi Superjet 100

Sky Aviation glaubt an Superjet

Trotz des fatalen Crashs in ihrem Heimatland fliegt die indonesische Airline ab Oktober mit dem Flieger. Mit einem Vorbehalt.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der Superjet 100 soll as Rückgrat der Flotte werden. Die erst zwei Jahre alte indonesische Fluggesellschaft Sky Aviation will mit dem russischen Flieger ihre Expansion vorantreiben. Dazu besiegelten die Verantwortlichen im August vor einem Jahr den Kauf von 12 Stück. Der erste Superjet hätte diesen September geliefert werden sollen. Wegen des tödlichen Unfalls bei einem Demonstrationsflug im Mai dieses Jahres kommt es dabei aber zu Verzögerungen. Sky-Marketingmanager Sutito Zainuddin erwartet nun die erste Auslieferung im Oktober. «In diesem Jahr werden wir zwei bis drei der Maschinen bei uns in Betrieb nehmen,» sagte er gegenüber der Wirtschaftszeitung The Wall Street Journal. Mit den russischen Flugzeugen will Sky Aviation die Inlandsrouten ausbauen.

Bisher flog die Airline nur mit 4-plätzigen Cirrus-Maschinen und Fokker 50. Kurzfristig hat Sky Aviation zusätzlich noch eine gebrauchte Boeing 737 gekauft, um der wachsenden Nachfrage in Indonesien gerecht zu werden. Das Land zählt 240 Millionen Einwohner und gehört zu den Boomregionen der Luftfahrt.

Unfallbericht soll im August vorliegen

Die Airline-Verantwortlichen sind eigentlich überzeugt, dass der Absturz am 9. Mai am Mount Salak in Indonesien nicht auf technisches Versagen zurückzuführen ist. Zainuddin verlor auf dem Demonstrationsflug 14 Kollegen aus seiner Firma. Trotzdem vertraut er dem neuen Flieger: «Die Technologie ist auf dem neuesten Stand. Auch mit anderen Flugzeugtypen geschehen Unfälle. Nun müssen wir Markt überzeugen, dass der Sukhoi-Jet genauso sicher ist wie andere Flugzeuge.» Bereits nächsten Monat schickt Sky Aviation Piloten, Flugbegleiter und Techniker nach Russland und Italien in die Schulung.

Der Präsident des Sukhoi-Herstellers United Aircraft Corporation Mikhail Pogosyan bestätigte die Zuversicht der Indonesier nach der Auswertung der Flugdaten gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti:«Es gibt keine Anzeichen, dass ein technisches Problem vorlag.» Die indonesischen Behörden haben einen Bericht über die Unfalluntersuchungen für spätestens Ende August angekündigt. Davon hängt aber weiterhin der definitive Entscheid bei Sky Aviation ab, ob und wann der Sukhoi Superjet in Betrieb genommen wird.

Mehr zum Thema

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Platz 10: Moskau - St.Petersburg. 117 Flüge pro Tag.

Die zehn verkehrsreichsten Routen der Welt

Shanghai in China: Eines der Asien-Ziele von Lufthansa.

Asien-Flüge machen Lufthansa Sorgen - Strecken stehen auf Prüfstand

Ausgelöste Notrutsche: Der Flug fand nicht statt.

Frau aktiviert versehentlich Notrutsche - und alle steigen aus

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg