Provokative Nasa-StudieSind Kopiloten überflüssig?

Die Nasa stellt in einer neuen Studie in Frage, ob im Cockpit wirklich zwei Piloten nötig sind. So könnte man den anstehenden Pilotenmangel umgehen.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

In einer Sache sind sich selbst Airbus und Boeing einig: In den nächsten Jahren droht in der Luftfahrt ein massiver Pilotenmangel. Denn die Zahl der gut ausgebildeten Fachkräfte wächst nicht so schnell wie die der Passagiere. Bevor das zu einem ernsthaften Problem wird, will die Nasa nun nach Lösungen suchen. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat die US-Organisation eine breit angelegte Studie eingeleitet. Das Thema: Das Ein-Mann-Cockpit.

Es ist eine der ersten Studien dieser Art, die die Idee so ernsthaft angeht. Es gehe nicht darum, die Kopiloten komplett abzuschaffen, so die Nasa laut dem Wall Street Journal. Aber sie müssten weniger arbeiten. In den geschäftigsten Flugphasen könnten sie, so die Idee, den Kapitänen vom Boden aus assistieren. Im Flugzeug selber müsse nur ein Pilot anwesend sein. Das würde auch für zivile Langstreckenflüge gelten, in denen momentan mindestens zwei Piloten im Cockpit sitzen.

Noch in ferner Zukunft

Wer nun bereits Angst kriegt, sich in Zukunft nur noch in die Hände eines einzigen Piloten zu begeben, der kann aufatmen. Die Studie mit einerm Budget von vier Millionen Dollar ist auf einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren angelegt. Und - so betont die Nasa - sie hat nicht die Absicht, die neue Lösung unbedingt einzuführen. Man werde nicht nur technische Aspekte berücksichtigen, sondern auch die Akzeptanz seitens der Passagiere.

Und: Aktuelle Passagierflieger sind für zwei Piloten ausgestattet. Die Cockpits auszutauschen wäre laut Nasa viel zu teuer, als dass der Nutzen es rechtfertigen würde. Außerdem müsste man, wann immer es zu so einer fundamentalen Änderung kommt, auch die Ausbildung der Piloten entsprechend anpassen.

Auch die EU prüft das Thema

Undenkbar ist es aber nicht. Auch eine Arbeitsgemeinschaft der EU-Kommission bestehend aus 35 Teilnehmern, zu denen auch Airbus, Boeing, Dassault oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder die Luftfahrt-Zulieferer Thales und Continental sowie die Technische Universität Braunschweig und das Trinity College in Dublin gehören, prüft das Ein-Mann-Cockpit ebenfalls. Sie wollen gemeinsam erforschen, ob es möglich sein kann, zivile Flieger mit nur einem Piloten zu betreiben.

Mehr zum Thema

ticker-nasa

Nasa bereitet zweiten Flug des Überschalljets Lockheed Martin X-59 Quesst vor

ticker-nasa

Nasa testet Flüge mit Cessna 208B Caravan ohne Cockpitpersonal

Lego Boeing 747 Review-23

Das kann die Lego-Boeing-747 mit Space Shuttle Enterprise

ticker-nasa

ER-2: Nasa testet mit umgebauter Lockheed U-2 Algorithmen zur Erkennung von Wolken und Aerosolen

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies