Arbeiter im Boeing-Werk: Wird zu viel gebaut?

Flugzeug-BubbleProduzieren Airbus und Boeing zu viel?

Die Orderbücher von Airbus und Boeing platzen aus allen Nähten. Einige Experten vermuten, dass der Höhenflug bald zu Ende sein könnte.

Top-Jobs

Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs

Airbus und Boeing durchlaufen gerade goldene Zeiten. Die Kunden rennen ihnen die Türen ein, die Bestellungen gehen durch die Decke. Auch von Erhöhungen der Produktionsraten reden die Hersteller immer wieder. Bei so viel Euphorie horchen Analysten immer auf. Denn: Wo so viel boomt, droht eine Blase zu platzen.

Das zumindest glaubt Adam Pilarski. «Die Gefahr, dass die Blase bald platzt ist größer als sie es in langer Zeit war», so der Berater bei der Firma Avitas zur Zeitung Seattle Times. Er zeigt sich auch skeptisch, dass die Hersteller die Produktionsraten wirklich so massiv hochschrauben, wie sie ankündigen. Boeing etwa will den 737-Ausstoß auf 52 Jets pro Monat erhöhen – und das schon bis zum Jahr 2018. «Sie reden davon, aber das heißt noch nicht, dass sie auch handeln.»

«Wie bei Dotcom-Blase»

Außerdem könnten viele negative Einflüsse dazu führen, dass Fluggesellschaften ihre Riesen-Bestellungen nicht einlösen können, fürchtet Pilarski. Fallende Ölpreise, Spannung im Nahen Osten oder die Beziehungen des Westens zu Russland könnten sich auf den Markt auswirken. Wenn es schlimm komme, könne es sogar passieren, dass Airbus und Boeing ihren Ausstoß wieder reduzieren müssen.

Mehrere weitere Analysten und Experten, so die Seattle Times, bestätigten Pilarskis Einschätzung, wollten aber nicht genannt werden, um Kunden nicht zu verschrecken. Einer verglich die Konferenz, an der er sich gerade befand, mit einer, die er kurz vor dem Zusammenbrechen der Dotcom-Blase besucht hatte. So viel Euphorie habe es auch kurz vor dem Absturz der Börsenkurse der Internetaktien vor 15 Jahren gegeben.

Nachfrage bleibt stark, glauben Boeing und Airbus

Die Hersteller weisen derartige Befürchtungen von sich – und sind sich da auch ausnahmsweise einmal einig. «Blase? Welche Blase?», so Boeings Marketingmanager Randy Tinseth. «Alles deutet auch weiterhin auf eine starke Nachfrage hin.» Airbus' Verkaufschef John Leahy stimmte ihm zu. «Ich sehe keine Blasenentwicklung», so Leahy. «Die Nachfrage ist definitiv stark genug, um die Produktionsraten hoch zu halten.» 50 bis 60 Jets bei den Mittelstrecken-Kassenschlagern lägen sicherlich bald drin.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Fraunhofer-Institut suchen das bessere Ruder

Jetblue Airbus A220-300

Wie viel wissen Sie über den Airbus A220?

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Airbus ist nicht einverstanden mit den Prioritäten von Pratt & Whitney

Video

etihad airways manchester city
Die Golfairline sponsort den englischen Fußballpokalwettbewerb FA Cup. Emirates ist dadurch auch auf den Trikots präsent. Doch es gibt eine Ausnahme.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Flughafen München steht kurz vor der Eröffnung von Pier 1: Ein Video zeigt den gesamten Bauverlauf.
In München entsteht seit 2019 ein neuer, 95.000 Quadratmeter großer Pier am Terminal 1. Ende April geht der Bau ans Netz. Ein Zeitraffervideo zeigt sieben Jahre Bauarbeiten in 76 Sekunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sonex Onex im Formationsflug: Der Hersteller ist insolvent.
Sonex Aircraft hat seit 1998 Selbstbaukits für Flugzeuge hergestellt. Nun ist das Unternehmen pleite. Der Inhaber wendet sich in einem emotionalen Video an seine Kundinnen und Kunden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies