Arbeiter im Boeing-Werk: Wird zu viel gebaut?

Flugzeug-BubbleProduzieren Airbus und Boeing zu viel?

Die Orderbücher von Airbus und Boeing platzen aus allen Nähten. Einige Experten vermuten, dass der Höhenflug bald zu Ende sein könnte.

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Airbus und Boeing durchlaufen gerade goldene Zeiten. Die Kunden rennen ihnen die Türen ein, die Bestellungen gehen durch die Decke. Auch von Erhöhungen der Produktionsraten reden die Hersteller immer wieder. Bei so viel Euphorie horchen Analysten immer auf. Denn: Wo so viel boomt, droht eine Blase zu platzen.

Das zumindest glaubt Adam Pilarski. «Die Gefahr, dass die Blase bald platzt ist größer als sie es in langer Zeit war», so der Berater bei der Firma Avitas zur Zeitung Seattle Times. Er zeigt sich auch skeptisch, dass die Hersteller die Produktionsraten wirklich so massiv hochschrauben, wie sie ankündigen. Boeing etwa will den 737-Ausstoß auf 52 Jets pro Monat erhöhen – und das schon bis zum Jahr 2018. «Sie reden davon, aber das heißt noch nicht, dass sie auch handeln.»

«Wie bei Dotcom-Blase»

Außerdem könnten viele negative Einflüsse dazu führen, dass Fluggesellschaften ihre Riesen-Bestellungen nicht einlösen können, fürchtet Pilarski. Fallende Ölpreise, Spannung im Nahen Osten oder die Beziehungen des Westens zu Russland könnten sich auf den Markt auswirken. Wenn es schlimm komme, könne es sogar passieren, dass Airbus und Boeing ihren Ausstoß wieder reduzieren müssen.

Mehrere weitere Analysten und Experten, so die Seattle Times, bestätigten Pilarskis Einschätzung, wollten aber nicht genannt werden, um Kunden nicht zu verschrecken. Einer verglich die Konferenz, an der er sich gerade befand, mit einer, die er kurz vor dem Zusammenbrechen der Dotcom-Blase besucht hatte. So viel Euphorie habe es auch kurz vor dem Absturz der Börsenkurse der Internetaktien vor 15 Jahren gegeben.

Nachfrage bleibt stark, glauben Boeing und Airbus

Die Hersteller weisen derartige Befürchtungen von sich – und sind sich da auch ausnahmsweise einmal einig. «Blase? Welche Blase?», so Boeings Marketingmanager Randy Tinseth. «Alles deutet auch weiterhin auf eine starke Nachfrage hin.» Airbus' Verkaufschef John Leahy stimmte ihm zu. «Ich sehe keine Blasenentwicklung», so Leahy. «Die Nachfrage ist definitiv stark genug, um die Produktionsraten hoch zu halten.» 50 bis 60 Jets bei den Mittelstrecken-Kassenschlagern lägen sicherlich bald drin.

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