Demnstrationskit: So sehen die schwimmenden Boxen aus.

Airbus-EntwicklungNeue Blackbox löst sich selbst vom Flieger

Flugdatenschreiber und Stimmenrekorder sind essentiell für die Aufklärung von Flugunglücken. Damit das in Zukunft einfacher geht, hat Airbus nun schwimmende Blackboxen entwickelt.

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Das Verschwinden der Boeing 777 von Malaysia Airlines hat die Diskussion ausgelöst: Wie kann man den Unfallhergang nachträglich nachvollziehen, wenn die Daten der Blackbox nicht vorhanden sind? Auch drei Jahre nach dem Unglück fehlt von den Aufnahmegeräten des Unglücksfluges MH370 jede Spur. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel.

Airbus hat nun bei der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris eine neue Technik vorgestellt, die solche Mysterien in Zukunft verhindern soll. Der Flugzeughersteller hat sich dafür mit L3 Aviation Products und DRS Leonardo zusammengetan. Sie entwickeln gemeinsam Cockpit-Stimmenrekorder und Flugdatenschreiber, die sich im Notfall selbst vom Flugzeug lösen, sollte es über hoher See abstürzen.

Ab Ende 2019

Die Boxen würden nicht an den Meeresgrund sinken, sondern auf dem Wasser schwimmen. Die Geräte sind für Flugzeuge gedacht, die längere Zeit über Meer fliegen müssen, heißt es von Airbus. Ab Ende 2019 sollen sie zunächst in A350 eingebaut werden. Dann sollen der A380, A330 und auch der A321 Neo LR folgen.

«Es gab einige Ereignisse, bei denen alle frustriert waren, weil man einfach nicht wusste, was passiert ist», so Charles Champion, Chefingenieur bei Airbus' Zivilflugzeugsparte, bei der Paris Air Show. Natürlich sei auch die Echtzeit-Übertragung von Daten via Satellit ein Thema. Aber gerade in abgelegenen Gegenden sei die nun vorgestellte Lösung sehr wichtig.

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