Der zweite Prototyp der C-Series: Der Flieger ist deutlich zu spät.

C-Series später als befürchtet

Schlechte Nachrichten für die Swiss: Sie erhält ihre C-Series deutlich später als geplant. Bombardier gab offiziell eine größere Verspätung zu.

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Mike Arcamone hatte am Donnerstag (16. Januar) zuerst eine gute Nachricht zu verkünden. Seine Bombardier Aerospace gewann einen neuen Kunden für die bislang noch nicht richtig auf Touren gekommene C-Series. Die saudiarabische Al Qahtani Aviation Company kauft 16 Stück des neuesten Flugzeuges des kanadischen Herstellers. Daneben sicherte sie sich eine Option auf zehn weitere Maschinen. Die georderten Flieger des größeren Modells CS300 werden künftig für die neu gegründete Saudi Gulf Airlines fliegen. Der Auftrag hat einen Gesamtwert von 1,9 Milliarden Dollar.

Doch es gab auch eine weniger angenehme Botschaft von Arcamone und seinem Team. Aufgrund einer eingehenden Analyse des C-Ceries-Programms sei man zum Schluss gekommen, dass die Testphase länger brauche als geplant, erklärte er per Medienmitteilung. Die Auslieferung der CS100 sei nun für das zweite Halbjahr 2015 geplant. Die CS300 folge dann sechs Monate später. Ursprünglich wurde mit der ersten Übergabe der ersten Maschine an einen Kunden im Herbst 2014 gerechnet. Nun wird es also zwischen neun und 15 Monaten später.

Swiss muss deutlich länger warten

Das ist auch für die Swiss ärgerlich. Die Schweizer Nationalairline bestellte dreißig CS100, die kürzeste Variante der C-Series bei Bombardier. Und sie sicherte sich Optionen auf dreißig weitere Flieger. Letzten September rechnete sie noch mit einem Einsatz ihrer C-Series ab Ende 2014. Später sprach die Swiss von «Anfang 2015». Nun ist klar, dass sie ihre neuen Flieger zum Ersatz der Avro-Europaflotte frühestens im Herbst 2015 bekommen wird.

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