B747-8 von Lufthansa: Boeing bekam bislang nur 110 Bestellungen.

Boeing bremst bei der B747-8

Die Nachfrage nach der neuen Version des Jumbo-Jets ist zu klein. Nun passt Boeing die Produktionsrate des Langstreckenflugzeuges nach unten an.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am Markt gebe es derzeit einfach nicht genug Kunden für große Passagierflieger und Frachter, erklärt Boeing in einer Medienmitteilung. 110 Bestellungen der Boeing B747-8 gingen beim amerikanischen Flugzeugbauer bisher ein – unter anderem auch von Lufthansa. Das ist nicht genug. Daher schraube man die Produktion des Riesenfliegers herunter. Noch werden zwei zwei Jumbo-Jets im Monat gebaut, künftig sollen es nur noch 1,75 sein.

Die Nachfrage nach Frachtern ist generell schwach. Und genau in diesem Bereich machte sich Boeing besonders viele Hoffnungen mit seiner Frachtversion der B747-8. Die Branche steckt in einer tiefen Krise. So stellte die deutsche Frachtgesellschaft ACG Air Cargo Germany am Donnerstag ihren Betrieb ein, wie das Fachportal CH Aviation meldet.

Nicht nur pessimistisch

Viele Passagier-Fluggesellschaften haben momentan nicht das Geld, sich große neue Flugzeuge anzuschaffen. Man beobachte den Markt deshalb weiter sehr genau, teilt Boeing weiter mit.

Doch Boeing ist nicht nur pessimistisch. Man gehe davon aus, dass der laue Frachtmarkt sich ab 2014 wieder erholt und solide aufwärts bewegt, so Boeing. Auch die Nachfrage nach großen Passagierfliegern werde wohl wieder zunehmen. In den nächsten zwanzig Jahren schätzt der Flugzeugbauer, dass weltweit 790 große Flieger, wie die B747-8 oder der Airbus A380 gebraucht werden.

Mehr Flexibilität bei kleineren Fliegern

Und immerhin biete die B747-8 deutliche Verbesserungen bei Effizienz und Kostenstruktur – und sei 30 Prozent leiser als die ältere Version. Ursprünglich sollten größere Jets genau deshalb nachgefragt werden; weil Fluglinien in Zeiten immer schneller wachsender Passagierzahlen mit großen Flugzeugen effizienter arbeiten können. Auch die Flughäfen, die bereits an ihren Kapazitätsgrenzen arbeiten, könnten mit der B747-8 und dem A380 theoretisch entlastet werden.

Doch Passagiere wollen eben auch Flexibilität und Vielfalt, was ihre Reiseoptionen betrifft. Fluggesellschaften bestellen aus diesem Grund verstärkt kleinere Jets wie den A350, den Dreamliner oder die B777. Für sie ist es eben doch ein Risiko, auf jedem Flug sicher 500 Sitze füllen zu müssen. Eine zweistrahlige B777-200-ER kann fast genauso weit fliegen wie der vierstrahlige Jumbo - ist aber schneller gefüllt und ebenso effizient.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

 Airbus A380 von Global Airlines: Droht jetzt das Ende?

Die Luft für Superjumbo-Airline Global Airlines wird dünner

Tragflächen-Produktion bei Airbus in Broughton: Für den A321 Neo liegen viele Bestellungen vor.

Airbus investiert in ehemalige A380-Flügelfertigung, um A321-Produktion hochzufahren

Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Neuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies