Boeing 777 von Emirates.

A6-EGE sitzt festBoeing 777 von Emirates in Teheran gestrandet

Als Israel erste Angriffe auf den Iran flog, befand sich eine Boeing 777 der Golfairline auf dem Weg von Dubai nach Teheran. Seitdem können Flugzeug und Besatzung von Emirates nicht mehr zurück.

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In den frühen Morgenstunden am vergangenen Freitag (13. Juni) startete Israel die Operation Rising Lion und griff mehrere Ziele im Iran an. Kurz bevor die israelische Luftwaffe Atomanlagen im Iran bombardierte, startete um 1:20 Uhr Ortszeit in Dubai Emirates Flug EK977 nach Teheran. Die Boeing 777 mit der Kennung A6-EGE landete um 3:44 Uhr auf dem Imam Khomeini Airport in Teheran, während im ganzen Land Explosionen gemeldet wurden.

Etwa 90 Minuten später sollte die Boeing 777-300 Teheran als Flug EK978 wieder Richtung Dubai verlassen. Dazu kam es nicht mehr. Laut staatlichen Medien und Mitteilungen an Piloten ist der iranische Luftraum bis auf Weiteres gesperrt. Auch Israel und Jordanien haben ihren Luftraum geschlossen. Die Boeing 777 von Emirates sitzt seitdem am Teheraner Flughafen Imam Khomeini fest.

Keine Warnungen über den Angriff für Emirates und Co.

Obwohl es in den Tagen zuvor Berichte über mögliche israelische Angriffe gab, hatten Fluggesellschaften nach aktuellen Informationen keine offizielle Warnung erhalten, den iranischen Luftraum zu meiden. Lufthansa hatte im vergangene Jahr Flüge in den Iran ausgesetzt*. Seit 1. Februar fliegen Lufthansa und Austrian Airlines wieder in den Iran.

Israelische Kampfjets haben am späten Samstagabend Luftangriffe auf Teheran durchgeführt. Dabei wurden auch Treffer auf dem Inlandsflughafen Mehrabad gemeldet. Laut ersten Berichten blieb die Start- und Landebahn sowie weitere Flughafeninfrastruktur intakt. Getroffen wurde offenbar ein Hangar, der von der iranischen Luftwaffe genutzt wird.

Konflikt zwischen Israel und Iran wird dauern

Iranische Fluggesellschaften haben ihre Flugzeuge vorsorglich an kleinere Regionalflughäfen im Land verlegt. Parallel dazu hatten israelische Fluggesellschaften ihre Maschinen bereits zuvor ins Ausland verbracht. Als bevorzugtes Ziel dient dabei Zypern.

Wann die in Teheran gestrandete Emirates-Boeing 777 wieder nach Dubai zurückkehren kann, bleibt weiter ungewiss. Wie offizielle Stellen in Israel und den USA erklären, könnte sich der Konflikt mit dem Iran eher über Wochen als über Tage hinziehen. Immerhin gibt es noch keine Berichte über einen Angriff auf den Flughafen.

*In einer ersten Version hieß es, dass Lufthansa die Flüge aktuell ausgesetzt habe. Das war nicht korrekt. Wir haben die Stelle angepasst.

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