Für die letzten drei Boeing 767 von Austrian Airlines steht nun fest, wo ihre Reise endet. Die Fluggesellschaft hat OE-LAE, OE-LAY und OE-LAZ an Cobra Aviation Services verkauft, berichtet das Magazin Aviation Week. Das US-Unternehmen wird die Langstreckenjets nach Arizona bringen und dort zur Gewinnung von Ersatzteilen zerlegen. Wie viel der Käufer für die drei Flugzeuge bezahlt, bleibt vertraulich.
Als erste macht sich die OE-LAZ auf den Weg in die USA. Ihre Überstellung ist bereits für Oktober geplant, die beiden anderen Maschinen sollen gegen Jahresende folgen. Zuvor steht jedoch noch ein wichtiger Termin an: Für den 1. Dezember ist der letzte kommerzielle Flug einer Boeing 767-300 ER bei Austrian vorgesehen.
Austrian Airlines baut Langstreckenflotte um
Der Abschied ist Teil des Umbaus der Austrian-Langstreckenflotte. Noch in diesem Jahr soll die fünfte Boeing 787-9 eintreffen. Bis zum Sommer 2027 will die Lufthansa-Tochter sieben Dreamliner einsetzen. Danach geht die Erneuerung weiter: Bis 2029 sollen auch die sechs Boeing 777-200 ER durch 787-9 ersetzt werden.
Mit den letzten drei Flugzeugen verschwindet zugleich ein Muster, das Austrian über Jahrzehnte begleitet hat. Seit 1988 kamen insgesamt neun Boeing 767 zum Einsatz. Bestellt worden waren sie ursprünglich von Lauda Air, die 2004 eine Tochter von Austrian Airlines wurde.
Austrian Airlines hatte die Boeing 767 mit den meisten Flugstunden weltweit
Eine der früher ausgemusterten Maschinen brachte es dabei auf eine außergewöhnliche Einsatzzeit. OE-LAW verließ 2021 nach der Corona-Pandemie die Flotte und hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 137.000 Betriebsstunden absolviert. Laut Austrian-Langstreckenflottenchef Michael Umgeher war sie damals die Boeing 767 mit den meisten Flugstunden weltweit.
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